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Abbé CIRETTE

Von ehemaliges Mitglied Freitag 04.03.2022, 16:05


Bild: Mariengrotte in Osterzell

Geboren am 15. März 1847 in Poses (Eure), wohnhaft in Baumontel (Frankreich).
Heilung am 31. August 1893 im Alter von 46 Jahren
Am 11. Februar 1907 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.

Es kam ganz plötzlich nach einer schweren Grippe: im Januar 1892 wird der Pfarrer einer Gemeinde der Diözese Evreux von einer Nervenerkrankung und geistiger Verwirrung befallen. Die Gemeindeglieder sind sprachlos. Er ist nicht einmal mehr in der Lage, normal zu gehen. Er hat seine Selbständigkeit und sein Gedächtnis verloren und kann nicht mehr sprechen. Da er sich seines Zustandes bewusst ist, befindet er sich seelisch auf einem Tiefpunkt... Zudem sind die verschriebenen Medikamente wirkungslos.
Im August 1893 beschließt er, nach Lourdes zu gehen. Leider organisiert seine Diözese keine Wallfahrt in jenem Jahr. Doch das kann ihn nicht bremsen: Er schließt sich der Wallfahrt von Rouen an.
Nach seiner Ankunft am 29. August wartet er zwei Tage, bevor er zu den Bädern geht, um nicht “einem anderen Kranken den Platz wegzunehmen, der dort geheilt werden könnte”, wie er sagte. Im Augenblick des Eintauchens empfindet er nichts Besonderes. Aber später, nach dem Mittagessen, spürt er einen sehr starken Wunsch, zur Grotte zu gehen. Er geht hin und merkt sehr bald, dass er seine Krücken nicht mehr braucht. Er ist geheilt... vollständig, unvermittelt und unerwartet.
Man kann sich vorstellen, welche Wirkung diese Heilung nach seiner Rückkehr auf seine Angehörigen und seine Gemeindeglieder machte! Er kann alle seine Aktivitäten wieder aufnehmen sowie seine Funktion als Gemeindepriester von Beaumontel.

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