Bibl. Prophezeiungen glaubhaft?
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Feierabend-Mitglied
Montag 08.03.2021, 09:24
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Bildquelle: Pixabay kostenlos
Im Evangelium ist zu lesen, dass Jesus die Zerstörung des Tempels in Jerusalem vorhergesagt hat und beschrieb dass kein Stein auf dem anderen bleiben würde. Auch würden viele durch das Schwert fallen und Überlebende fortgeführt werden unter alle Völker. Jerusalem würde zertreten werden von den Heiden (Lukas Kapitel 21). Jesus war wegen der bevorstehenden Zerstörung seiner irdischen Heimat derart erschüttert dass er sogar weinte und über Jerusalem klagte; oft habe er seine Kinder versammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, sie aber haben nicht gewollt.
Kurz vor dem Frühlingsvollmond im Jahre 70 n.Chr. steht Titus mit ungeheurer Streitmacht vor Jerusalem. Die Heilige Stadt brodelte von Menschen, Pilger sind von nah und fern herbeigeströmt um das Passah-Fest zu feiern. Juden, die Jesus nachgefolgt waren und seiner Lehre glaubten, erinnerten sich daran dass Jesus auf eine solche Belagerung hingewiesen hat und in Verbindung damit die Empfehlung gab in die Berge zu fliehen, da die Verwüstung Jerusalems unausweichlich bevorstehen würde. Die seinen Worten geglaubt hatten entkamen dieser Katastrophe und retteten somit ihr Leben.
Durch die Kämpfe in Jerusalem entstanden unbeschreibliche Zustände, Aufständische wurden vor den Toren Jerusalems zu Tausenden gekreuzigt, die Straßen waren angefüllt mit Leichen und Unrat, und der Hunger raubte den Eingeschlossenen den Verstand so dass sie sich nicht scheuten sogar Dinge zu essen, die selbst Tiere nicht angerührt hätten. Die Menschen kauten auf Gürteln und Schuhen herum und selbst altes Heu diente für viele als Nahrung.
So schrieb Flavius Josephus u.a. in dem Buch „Der jüdische Krieg“ folgendes:
Zeloten durchstreiften auf Nahrungssuche die Gassen. Aus einem Haus kommt Bratengeruch. Die Männer stürzen sofort hinein und stehen Maria, Tochter aus der edlen Familie Beth-Ezob im Ostjordanland, einem ungemein reichen Hause, gegenüber. Die Zeloten bedrohen sie mit dem Tode falls sie ihnen nicht den Braten aushändigt. Verstört reicht die Frau den Männern das Verlangte. Erstarrend blicken sie auf ein halbverzehrtes Neugeborenes - Marias eigenes Kind!
Die Kämpfe breiteten sich immer weiter aus und erreichten das Heiligtum, den Tempel. Im Laufe der Zerstörung warfen einige Legionäre brennende Fackeln in den Tempel der sofort in Flammen aufging. Und obwohl Titus alles versuchte den Tempel zu retten und das Feuer zu löschen, brannte er bis auf die Grundmauern nieder. Heute stehen viele Juden vor der sog. Klagemauer, ein Überbleibsel des einst so herrlichen Tempels ihres Gottes Jahwe, und bringen dort ihre Gebete dar.
Flavius Josephus hatte das Massaker der Eroberung und Zerstörung Jerusalems durch die Römer in seinem „Jüdischen Krieg“ für die Nachwelt dokumentiert. Wer noch Flucht und Hunger als Folge des 2. Weltkrieges miterlebt hat, kann sich sicher gut vorstellen wie es damals in Jerusalem ausgesehen hat.
Wie genau Jesu Vorhersage eingetroffen ist zeigt die Geschichte der Juden und auch dass kein Mensch in der Lage war die Zerstörung Jerusalems und des Tempels aufzuhalten. Insofern sollte man auch Jesu große Endzeitprophezeiung sehr ernst nehmen (Matth. 24 und Lukas 21). Hier sprach Jesus sogar von einer Drangsal wie es noch keine in der Welt gegeben hat und auch nie wieder geben wird. Egal wie lange Menschen auf die Erfüllung dieser Prophezeiung noch warten müssen, eines steht fest - sie wird genauso eintreffen wie die Zerstörung Jerusalems.