Das Volk Gottes: Juden und Christen
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Feierabend-Mitglied
Samstag 13.03.2021, 14:06
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Bildquelle: Pixabay kostenlos
Die ganze Geschichte Israels und der Juden ist ein Wunder Gottes, als ein Zeichen der Macht, Größe und Treue Gottes. Gott steht zu seinem Volk auch in Gericht und Zerstreuung. Seine Zusagen an Abraham gelten: "Ich will dich segnen und zum Stammvater eines großen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. Alle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohl gesonnen sind." (Gen 12,2-3)
Wie aber hat sich die Mehrheit der Christen gegenüber den jüdischen Brüdern verhalten?
Sie haben alle Zusagen Gottes allein auf sich bezogen und sie meinten, die Juden als "Gottesmörder" richten und bestrafen zu müssen. Viele Judenverfolgungen sind gerade von Christen ausgegangen. Christen haben keinen Grund, sich über Israel und die Juden zu erheben.
Sie haben mehrheitlich den Neuen Bund Gottes verlassen. Sie schmähen das einmalige Opfer Jesu durch dauernde Darbringung des unblutigen Opfers Jesu in der Messe.
Sie haben die direkte Leitung der Gemeinde durch den Heiligen Geist ersetzt durch eine Hierarchie sog. geistlicher Ämter und Würden.
Sie haben nicht festgehalten an der Botschaft Jesu und sind seinem Vorbild nicht gefolgt.
Sie haben die Juden verdrängt und verfolgt und sich deren Hab und Gut, einschließlich der Zusagen Gottes für sein Volk, angeeignet.
Die kirchlichen Lehrer haben vielfach die Lehren Jesu verfälscht.
Sie haben z.B. die Heilsgeschichte Gottes zu einem Dogma des dreieinigen Gottes entartet, das mit Hilfe von Philosophie und Theologie Gott in ein Schema presst und die Lehre von dem einen, einzigen Gott unkenntlich macht.
Sie haben letztlich Maria, die Mutter Jesu zur vierten Person der Trinität erklärt bis hin zur leiblichen Himmelfahrt der Maria und sie als Fürbitterin neben Jesus und der Kirche zur Mittlerin des Heils erhoben.
Sie haben die Sexualität mit der Erbsünde behaftet und die gute Gabe Gottes verkrampft. Sie haben Jungfräulichkeit und Ehelosigkeit verherrlicht und Priestern zwangsweise das Zölibat auferlegt.
Es gibt wahrlich keinen Grund, sich zu rühmen. Umdenken, Umkehr und sich Ausstrecken nach der Gnade Gottes und der Veränderung durch den Geist Gottes sind angesagt, dazu der, wenn auch unbeholfene Versuch, wieder gut zu machen, was gerade durch die Führung unseres Volkes und seiner willigen Helfer den Juden an Unrecht und Leid zugefügt wurde.
(Autor: Manfred Hauenschild, Uni Bochum)