Das Zeichen
Von ehemaliges Mitglied Samstag 26.06.2021, 09:45
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Bild: Auffindung des Moses,_Sébastien_Bourdon_(ca_1650)
Als die Autoren des Tanach sich die Geschichten um Moses aus den Fingern gesogen hatten (es sind nämlich Märchen, siehe den Schlusstext) haben sie doch eine vernünftige Szene eingesetzt.
Die Szene am brennenden Dornbusch nämlich, als Moses ein Zeichen verlangt um dem Pharao seine göttliche Sendung zu beweisen.
Mose erhielt einen Stab, der sich in eine Schlange verwandeln konnte.
Ganz genau so müssen wir urteilen, wenn uns wunderbare Erscheinungen erzählt werden.
Es gibt die Erscheinung in Guadalupe im Jahr 1531
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hier wurden Blumen als Zeichen geschenkt.
Es gibt die Erscheinung in Lourdes 1858
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Hier wurde eine Quelle als Zeichen geschenkt.
Es gibt die Erscheinung in Fatima 1917
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Hier wurde ein Sonnenwunder als Zeichen geschenkt.
Wenn man die Natur der Zeichen vergleicht, merkt man schon den kulturellen Unterschied von Märchen und Wirklichkeit:
Der unappetitliche Anblick einer Schlange steht im Gegensatz zu den Anblicken von Blumen, von einer Quelle und von einem Schauspiel der Sonne.
Dieser Beitrag soll zeigen, dass Wundergläubigkeit ein Fehler ist, es sei denn das Wunder manifestiert sich in einem Zeichen als Beweis für die Welt.
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Die ältesten Überlieferungen des Tanach sind in der Tora, auch „Pentateuch“ (von griechisch pente = fünf, teuchos = Buchrolle) genannt, gesammelt. Diese erzählt von der Schöpfung der Welt und Urgeschichte der Menschheit bis zur „Erwählung“, Befreiung und Einwanderung Israels in Kanaan. Diese Heilsgeschichte wurde in Jahrhunderten aus vielen verschiedenen Stoffen, darunter Sagenkränzen, Ortsätiologien, Stammesüberlieferungen und Gesetzeskorpora, komponiert. Die Einzelquellen und -traditionen wurden wohl schon in der Königszeit (ab 1000 v. Chr.), besonders aber der exilischen Zeit (587 v. Chr.) literarisch zu größeren Einheiten verbunden.
Der Tanach entstand als Sammlung verschiedener religiöser und profaner jüdischer Schriften in einem komplexen Prozess von ca. 1200 Jahren innerhalb der Geschichte Israels. Seine ältesten Bestandteile sind mündlich überlieferte Sagenkränze, Ätiologien und Herkunftssagen einzelner Sippen und Stämme. Diese wuchsen allmählich zusammen, wurden später aufgezeichnet, in eine theologisch konzipierte Heilsgeschichte integriert und erhielten so gesamtisraelitische Bedeutung.
Quelle: Wikipedia
Nachweise:
Flavius Josephus, Contra Apionem I, 8
Erich Zenger: Einleitung in das Alte Testament (= Kohlhammer Studienbücher Theologie. Band 1, 1). 6., durchgesehene Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-170-19526-3, S. 23.
Erich Zenger: Einleitung in das Alte Testament. Kohlhammer, Stuttgart 1995, S. 21–26.
Adolf M. Ritter: Zur Kanonbildung in der Alten Kirche, in: Charisma und Caritas. Aufsätze zur Alten Kirche, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997, ISBN 3-525-58160-2, S. 273 ff.