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Der goldene Esel

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 19.05.2021, 14:32

Bild: Weltbild

In dem Roman „Der goldene Esel“ - verfasst etwa 175 nach Christus - lässt der Autor Lucius Apuleius seinen Helden in einen Esel verwandeln.

Erst die Göttin ISIS erlöst ihn von seinem Schicksal. Sie stellt sich ihm vor als

„die Mutter der Schöpfung, die Herrin aller Elemente, Keimzelle aller Geschlechter, höchste Gottheit, Königin der Geister, Himmelsherrin und Inbegriff der Götter und Göttinnen“.

Sie fordert Lucius auf, ihr fortan als Priester zu dienen. Dafür stellt sie ihm ein glückliches, ruhmvolles Leben und sogar ein Weiterleben nach dem Tod in Aussicht. Der „fiktive“ Lucius nimmt das Angebot an, so wie im wirklichen Leben zahlreiche wohlhabende Römer und Römerinnen.

Da dieser Kult bei der römischen Bevölkerung gepflegt und die Muttergöttin ISIS leidenschaftlich verehrt worden ist, hat man ab dem 4. Jahrhundert MARIA an die Stelle der ISIS gesetzt. Erinnern die obigen Worte der ISIS nicht ganz stark an die im Katholizismus praktizierte Marienverehrung? Man hat nicht nur MARIA durch die Göttin ersetzt sondern auch noch die Titel der ISIS übernommen.



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