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Die Doppelheilungen

Von ehemaliges Mitglied Donnerstag 03.03.2022, 08:09



Bild: Lourdesgrotte Tannheim

Marie LEBRANCHU
Geboren 1857, wohnhaft in Paris (Frankreich).
Heilung am 20. August 1892 im Alter von 35 Jahren.
Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.

Marie LEMARCHAND
Geboren 1874 in Caen (Frankreich).
Heilung am 21. August 1892 im Alter von 18 Jahren.
Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.

Die Heilungen von Marie Lebranchu und Marie Lemarchand werden oft miteinander in Verbindung gebracht, weil beide Kranke aus Paris mit der Nationalwallfahrt nach Lourdes gekommen waren und auf zwei aufeinander folgenden Tagen, am 20. und 21. August 1892 geheilt worden sind.
Zudem litten beide seit Jahren an einer schweren Lungentuberkulose und waren im Endstadium ihrer Krankheit. Erstere wog nur noch 24 kg, als sie geheilt aus den Bädern kam.
Letztere hatte zudem noch abstoßende geschwulstartige Wunden im Gesicht.
Und schließlich hatten beide Gelegenheit, den Schriftsteller Emile Zola zu treffen, der nach Lourdes gekommen war, um ein Buch darüber zu schreiben.
In seinem Buch “Lourdes” lässt der Schriftsteller Marie Lebranchu unter dem Pseudonym La Grivotte bei der Rückkehr im Zug sterben, nachdem er ihr wenig beneidenswertes Schicksal beschrieben hatte. Dabei hat sie in Wirklichkeit vollkommen gesund bis 1920 gelebt!
Marie Lemarchand aber, die unter Zolas Feder den Namen Elise Rouquet bekam, hatte acht Kinder und starb lange nach ihrer als Wunder anerkannten Heilung.

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