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Frauen in der Kirche

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 05.04.2022, 12:27 – geändert Dienstag 05.04.2022, 16:24

Es wäre schon ein großer erster Schritt gemacht, wenn biblische Bilder wie die, dass Gott die Frau aus der Rippe des Mannes geschaffen und sie also zur Untertänigkeit verurteilt habe, einfach mal richtiggestellt würden. Es heißt nämlich ganz schlicht: Gott schuf die Frau an der Seite des Mannes. Also auf gleicher Höhe!
Das Pauluswort „Es gibt nicht mehr Mann oder Frau“ hatte in der Urkirche noch Bedeutung, bis es durch die Dominanz der Männer weggeschoben wurde. Dass von päpstlicher Seite (Johannes Paul II) das Thema „Frau in der Kirche“ dann für beendet erklärt wird, genügt jedenfalls dem modernen, aufgeklärten Katholiken nicht. Schließlich waren auch in der Nachfolge Jesu im Gegensatz zum jüdischen Brauch, ganz bewusst Frauen dabei. Manche werden sogar beim Namen genannt wie Maria von Magdala, die noch im 3. und 4. Jahrhundert offiziell als „Apostelin der Apostel“ bezeichnet wurde.
Es würde der Kath. Kirche gut tun wenn mehr Frauen in allen kirchlichen Ämtern tätig sein und ihre Überzeugungen, vor allem ihren Glauben einbringen könnten. Es wäre die große Chance der Kirche, wenn in ihr Frauen nicht zweitklassig oder gar noch darunter behandelt und die Gleichwertigkeit der Frau zur Selbstverständlichkeit werden würden.
(Auszug aus einer Ansprache von Pfr. Rainer Maria Schießler, München)

Diese Einstellung ist auch die von Jesus Christus. Mit seinen Worten steht Pfr. Schießler aber im Widerspruch mit der Lehre seiner Kath. Kirche, die den Frauen immer noch dieselbe Berechtigung verwehrt wie diese für Männer selbstverständlich ist. Erfreulicherweise gibt es auch in dieser Kirche Geistliche die das Evangelium verstanden haben und versuchen es weiterzugeben und nicht an alten verkrusteten Dogmen festhalten.
Dieser Pfarrer wird mit Sicherheit vom Vatikan argwöhnisch beobachtet, da seine Predigten oft sehr gewagt sind und die den Herren dort „oben“ nicht passen könnten. Da aber seine Kirchen (er versorgt zwei Gemeinden in München) bis an den Rand gefüllt sind, wagt man es wohl nicht gegen ihn vorzugehen, da vermehrte Austritte dann die Folge wären. Solche mutigen Pfarrer braucht die Kath. Kirche mehr um eine grundlegende Veränderung herbeizuführen.

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