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Gedanken zum 2. Advent

Von Feierabend-Mitglied 05.12.2021, 09:33 – geändert 05.12.2021, 10:22

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Auszug aus obigem Artikel
In diesem Jahr noch mehr als sonst, sehnen sich viele besonders nach einer heilen Welt. Wir tun alles dafür, dass wir ein Gefühl von heiler Welt haben. Kerzen und Kaminfeuer, Weihnachtsdekoration und Glühwein. Lichter in der dunklen Zeit. Ein wenig lassen wir uns ablenken von der Wirklichkeit dieser Welt, von der Pandemie, von Kriegen, Gewalt und Flüchtlingselend, von Unsicherheit und Sorge um die Zukunft. Auch wenn wir uns gern eine heile Welt herbeisehnen, unsere Welt ist nicht heil. Wir spüren täglich, wie brüchig menschliche Beziehungen sein können, wir erleben immer wieder Enttäuschungen, es bleiben immer wieder Fragen offen. Es ist eine Sehnsucht in uns, die wohl schwer in Worte gefasst werden kann, die sich kaum beschreiben lässt, eine Sehnsucht nach Geborgenheit und Frieden, eine Sehnsucht, die auch durch vorweihnachtliche Stimmung nicht gestillt werden kann.

Damals, als die Leute auf den Erlöser warteten, hat Johannes in der Wüste aufgerufen: „Bereitet dem Herrn den Weg!“ Es war eine unsichere Zeit. Die Römer waren im Land und hatten es besetzt. Das Volk hoffte auf einen starken Mann, der die neue Freiheit bringen sollte. Es gab Widerstandsgruppen, die gegen die Feinde im Land losschlugen. Der Glaube geriet in Gefahr, von sektiererischen Gruppen für ihre Politik missbraucht zu werden. Der Täufer Johannes erinnerte an das Trostwort des Jesaja. Und plötzlich ging denen, die ihn da hörten, ein Licht auf: Der Ernst der Entscheidung war nicht mehr zu übersehen und zu überhören. Umkehr war angesagt, Umkehr von falschen Wegen, Umkehr auf Gott hin, der seinem Volk entgegenkam in seinem Sohn, in Jesus Christus.

Ich wünsche einen besinnlichen 2. Advent!
EwigerBrunnen01

Ave Maria – Anton Bruckner

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Nach Beendigung seiner Studien schrieb Bruckner 1861 das „Ave Maria” und berichtet in einem Brief vom 03.10.1861:
„Ich wurde zuletzt bei meinem Chor (Ave Maria) großartig zweimal applaudiert”.

Bruckner war ein tief religiöser Mann. Seine demütige Liebe zu Gott wird aus seinen zahlreichen Kalendernotizen über täglich gesprochene Gebete ersichtlich. Auch sein Lebensstil war mönchisch bescheiden. Die Innigkeit und Schlichtheit des Ave Maria unterstreicht dies auf eine ganz besondere Weise.

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