Haschen nach Wind
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Feierabend-Mitglied
Montag 25.07.2022, 09:57 – geändert Montag 25.07.2022, 10:05
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Worte des Predigers. Er war ein Sohn Davids und König in Jerusalem. Nichtig und flüchtig, sagte der Prediger, nichtig und flüchtig - alles ist nichtig. Was bleibt dem Menschen von all seiner Mühe, von seiner Plage unter der Sonne? Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; und die Erde bleibt ewig bestehen.
Die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter. Dann strebt sie ihrer Stätte zu, wo sie wieder erstrahlt.
Der Wind weht nach Süden, er kreist nach Norden, er dreht und dreht und weht, kommt zum Ausgangspunkt zurück.
Alle Flüsse fließen ins Meer, und das Meer wird nicht voll. Zum Ort, wohin sie fließen, da fließen und fließen sie.
Alle Dinge mühen sich ab, keiner fasst sie alle in Worte.
Das Auge wird vom Sehen nicht satt und das Ohr vom Hören nicht voll. Was gewesen ist, wird wieder sein; was man getan hat, wird man wieder tun; und nichts ist wirklich neu unter der Sonne. Wohl sagt man: "Sieh her, da ist etwas neu!" Doch es war längst schon einmal da in den Zeiten vor uns. An die Früheren denkt man nicht mehr. Und an die Späteren, die nach uns kommen, auch an sie wird man sich nicht mehr erinnern bei denen, die noch später sind.
Ich, der Prediger, war König über Israel und lebte in Jerusalem. Ich nahm mir vor mit Weisheit alles zu erforschen und zu erkunden, was unter dem Himmel getan wird. Das ist eine leidige Plage. Gott hat es den Menschen überlassen, sich damit abzumühen.
Ich betrachtete alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und fand: Es ist alles nichtig und ein Haschen nach Wind. Krummes kann nicht gerade werden, und Fehlendes kann man nicht zählen.
Ich sagte mir: "Ich habe mein Wissen vergrößert und weiß mehr als jeder, der vor mir in Jerusalem war. Mein Herz hat viel Weisheit und Erkenntnis gesehen." So nahm ich mir vor zu erkennen, was Weisheit ist, und zu erkennen, was Verblendung und Dummheit ist. Doch ich erkannte: Auch das ist nur ein Haschen nach Wind.
Prediger - Kapitel 1
Diese Worte klingen irgendwie resignierend, sind aber richtige Schlussfolgerungen. Denn alles in der Welt ist der Vergänglichkeit unterworfen, nichts ist beständig. Was heute IN ist, ist schnell schon wieder OUT. Und wer erinnert sich später noch an uns, an unsere Arbeit und Mühe? Und was nützt einem Menschen all sein aufgehäufter Reichtum, sein Forschungsdrang, seine Erkenntnisse und sein Wissen? Spätestens wenn er im Grab liegt bleibt für ihn nichts von dem Erworbenen.
So war es schon immer und so wird es auch immer sein. Erst wenn Gottes Reich all dem irdischen Spuk ein Ende setzt, beginnt eine völlig neue Zeit. Diese Botschaft vom Reich Gottes hat uns Jesus gebracht, eine Botschaft der Hoffnung und Zuversicht.