Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

24 5

Heinrich Heine und Trinität

Von Feierabend-Mitglied Freitag 04.02.2022, 11:36

Bildquelle: Pixabay kostenlos

Namhafte Denker und Dichter stolperten immer wieder über das unverständliche Dogma der Trinität. Logisch denkende Menschen haben immer schon daran gezweifelt und den Widersinn einer solchen Lehre erkannt. So auch Heinrich Heine, der u.a. folgendes in seiner Harzreise geschrieben hat:

„Die Kinder sahen an meinem Ranzen, daß ich ein Fremder sei, und grüßten mich recht gastfreundlich. Einer der Knaben erzählte mir, sie hätten eben Religionsunterricht gehabt, und er zeigte mir den Königl. Hannöv. Katechismus, nach welchem man ihnen das Christentum abfragt. Dieses Büchlein war sehr schlecht gedruckt, und ich fürchte, die Glaubenslehren machen dadurch schon gleich einen unerfreulich löschpapierigen Eindruck auf die Gemüter der Kinder; wie es mir denn auch erschrecklich mißfiel, daß das Ein-mal-Eins, welches doch mit der heiligen Dreiheitslehre bedenklich kollidiert, im Katechismus selbst, und zwar auf dem letzten Blatte desselben abgedruckt ist, und die Kinder dadurch schon frühzeitig zu sündhaften Zweifeln verleitet werden können.
Da sind wir im Preußischen viel klüger, und bei unserem Eifer zur Bekehrung jener Leute, die sich so gut aufs Rechnen verstehen, hüten wir uns wohl, das Ein-mal-Eins hinter dem Katechismus abdrucken zu lassen.
(Ende des Auszuges)

3 x 1 = 3 und nicht 3 x 1 = 1

Du möchtest die Antworten lesen und mitdiskutieren? Tritt erst der Gruppe bei. Gruppe beitreten

Mitglieder > Mitgliedergruppen > Religion > Forum > Heinrich Heine und Trinität