Henriette BRESSOLLES
Von ehemaliges Mitglied Dienstag 15.03.2022, 06:54
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Bild: St.Michael Freigericht Horbach.
Geboren 1896 in Nizza (Frankreich).
Heilung am 3. Juli 1924 im Alter von 28 Jahren.
Am 4. Juni 1957 durch Erzbischof Paul Rémond von Nizza als Wunder anerkannt.
An jenem Morgen des 4. Juli 1924 sind ihre Beine noch steif. Doch das ist lächerlich verglichen mit ihrem erbärmlichen Zustand vom Vortag. Die Heilung war stürmisch eingetreten durch “ein schmerzliches Knacken”. Und dann – nach dem inneren Sturm, nach dem Segen mit dem Allerheiligsten, den Blick unverwandt auf die Grotte gerichtet, vor die man sie gestellt hatte – fühlte sie sich geheilt und richtete sich auf. Dies konnte sie seit sechs Jahren nicht mehr. Seit 1914 hatte sie als Militärkrankenschwester gearbeitet. Im Oktober 1918 wurde sie ins Militärkrankenhaus eingeliefert wegen einer Wirbelsäulentuberkulose: Bis Anfang 1922 blieb sie im Militärkrankenhaus und wurde dort verschiedenen Behandlungen gegen die völlige Lähmung und die Inkontinenz unterzogen. Dazu kam die völlige Ruhigstellung in einem Gipskorsett und mit einer Halskrause.
Trotz der eindeutigen Heilung vom 3. Juli 1924 blieben die sie untersuchenden Ärzte am nächsten und übernächsten Tag bei ihrer Zurückhaltung. Sie beschlossen zu warten. Ende September 1924 brachten drei verschiedene Bescheinigungen von behandelnden Ärzten und Chirurgen die Bestätigung: Die Heilung ist vollständig, dauerhaft und im Zusammenhang mit Lourdes erfolgt.
In Nizza erlaubt der Weihbischof vor Ende des Jahres einen Dankgottesdienst, an dem er selbst teilnimmt. Über 30 Jahre später wurde diese Heilung auf die ausdrückliche Bitte der Autoritäten von Lourdes durch Bischof Rémond am 4. Juni 1957 offiziell anerkannt. Vier Jahre später starb Henriette 1961 in Lyon an einem Herzinfarkt.