Ischtar, die große babylonische Göttin
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Feierabend-Mitglied
16.05.2021, 14:50 – geändert 16.05.2021, 15:02
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16.05.2021, 14:50 – geändert 16.05.2021, 15:02
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Interessant ist ein altbabylonischen Text zu Ehren von Ischtar, der ganz stark an die Gebete und Lobpreisungen zu Ehren der "Göttin Maria" erinnert bzw. teilweise fast identisch ist.
Hier Auszüge aus der Übersetzung der u.a. Internetseite.
Ich flehe Dich an, Herrin der Herrinnen, Göttin der Göttinnen, Ischtar, Königin aller Wohnstätten, Lenkerin der Menschheit!
Irnini, du bist Herrscherin, die größte der Igigi, Gewaltig bist Du, eine Fürstin.
Dein Name ist erhaben.
Du bist die Leuchte des Himmels und der Erde, starke Tochter des Sin, Du leitest die Waffen, setzest den Kampf ins Werk, Du verfügst über alle Kulte, mit der Herrscherkrone bist Du geschmückt, Herrin, herrlich ist Deine Größe, über alle Götter erhaben!
Heiligtümer, Tempel, Göttersitze und Altäre harren auf Dich.
Wo ist nicht Dein Name, wo nicht Dein Kult?
Wo sind Deine Bilder nicht gezeichnet, wo Deine Altäre nicht aufgeschlagen?
Wo bist Du nicht groß, wo du nicht erhaben?
Du bist groß und erhaben.
Alle Schwarzköpfigen, die wimmelnden Menschen, preisen Deine Stärke!
Das Recht der Menschen richtest Du in Recht und Gerechtigkeit.
Du siehst den Bedrückten und Geschlagenen an, du leitest uns recht Tag für Tag.
Leuchtende Fackel des Himmels und der Erde, Licht aller Lande.
Wo Du hinschaust, wird der Tote lebendig, steht der Kranke auf, Wird gerecht der nicht Gerechte, der Dein Antlitz erblickt! Ich rufe Dich an, ich Dein elender, jammervoller, kranker Knecht!
Sieh mich an, meine Gebieterin, nimm an mein Flehen, Schau mich in Gnaden an und höre mein Gebet!
Meine Begnadigung sprich aus, und Dein Gemüt besänftige sich!
Die Begnadigung meines elenden Leibes, der voller Verwirrung und Unordnung ist, die Begnadigung meines kranken Herzens, das voller Tränen und Seufzer ist, die Begnadigung meiner elenden Eingeweide, die voller Verwirrung und Unordnung sind, die Begnadigung meines betrübten Hauses, das wehleidige Klagen ausstößt, die Begnadigung meines Gemütes, das satt ist von Tränen und Seufzern.
Deine gnädigen Augen mögen auf mir ruhen!
Mit Deinem glänzenden Antlitz blicke mich in Gnade an!
Verscheuche die böse Verzauberung meines Leibes, Dein glänzendes Licht will ich sehen.
Wie lange noch, meine Gebieterin, sollen meine Widersacher nach mir blicken, in Falschheit und Unwahrheit, Böses gegen mich ersinnen?
Wie lange noch soll mein Verfolger, meine Nachsteller, gegen mich wüten?
Wie lange noch, meine Gebieterin, soll der schwache Tor über mich herfallen?
Gewandt hat sich gegen mich, der geringste Schwächling, die Schwachen sind stark geworden, ich aber bin schwach geworden.
Befiehl, dass auf Deinen Befehl der erzürnte Gott wieder gut werde, Dass die Göttin, die sich zürnend abwandte, wieder zurückkehre.
Mein Gebet und mein Flehen gelange zu Dir; Deine große Barmherzigkeit ruhe auf mir! Wer mich auf der Straße sieht, verherrliche Deinen Namen, Und auch ich will vor den Schwarzköpfigen Deine Gottheit und Deine Stärke preisen!
Ischtar ist erhaben, Ischtar ist die Königin!
Irnini, die Tochter Sin, die Heldin, hat nicht Ihresgleichen.
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