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Kaiserin Maria Theresia

Von Feierabend-Mitglied Freitag 23.04.2021, 09:07

Vieles, was über Maria Theresia bekannt geworden ist, deren Mutter aus dem evangelischen Haus Braunschweig-Wolfenbüttel stammte, wurde beschönigt. Gegenüber Andersgläubigen wie den Juden in Prag und Protestanten habe Maria Theresia zu Mitteln gegriffen, die nicht nur in der heutigen Zeit indiskutabel und schon zu ihrer Zeit von Aufklärern kritisiert worden sind.

1742 hatte ein Dekret Maria Theresias von den mährischen Juden eine Summe von 50.000 Gulden Rheinisch verlangt und ihnen bei Nichtbezahlung angedroht, sie von Soldaten plündern und niedermetzeln zu lassen.
Verheiratete Männer und Witwer hatten einen Bart und die nichtverheirateten Männer und Frauen ein gelbes Rechteck an der Kleidung zu tragen (Hitler ordnete einen gelben Stern an).
Da ein Großteil der Juden keinen festen Familiennamen trugen zwang man sie unveränderliche Namen anzunehmen, und diese Forderung erfolgte teilweise sogar nach Bezahlung. An den Namen wie Braun, Grün, Roth, oder aus der Natur wie Rosenzweig, Feldblum, Rosenkranz sollten Juden sofort zu erkennen sein.

Nicht nur die Juden wurden gezwungen Prag zu verlassen, sondern es gab auch Zwangsumsiedlungen von Protestanten vor allem nach Siebenbürgen - entgegen dem Einwand von einigen Beratern der Monarchin, „dass es dem Staatswohl nicht zuträglich sei, so viele tüchtige Leute zu vertreiben“. Diese Kritik habe sie übergangen. Sie war davon überzeugt, dass die römisch-katholische Kirche die „allein selig machende“ Religion ist und hat diese Überzeugung fanatisch verteidigt.

Mehr unter:
Maria Theresia und der Glaube - religion.ORF.at
In Bezug auf Religiosität und Kirche ist Maria Theresia „Vorreiterin und Nachzüglerin zugleich“ gewesen, so der Wiener Kirchenhistoriker Rupert Klieber in einem Interview für die Wiener Kirchenzeitung &bdquoer Sonntag“ (Ausgabe 14. Mai).religion.orf.at


Maria Theresia wird heute noch als gute Landesmutter verehrt. Doch wie obiger Bericht zeigt war sie gegenüber Andersgläubigen alles andere als tolerant eingestellt. Durch ihren engstirnigen kath. Glauben und Gottesgnadentum (nach dieser Vorstellung war die Herrschaft eines Monarchen durch göttlichen Willen gerechtfertigt) fühlte sie sich beauftragt Menschen zu vertreiben und zu demütigen, die sich aufgrund ihrer Überzeugung und ihres Glaubens nicht zur Kath. Kirche bekennen konnten und wollten.

Jesus sagte folgendes:
Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso?
Liebet eure Feinde, Andersdenkende und Ausgegrenzte, tut ihnen Gutes. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. (Matth. Kapitel 5)

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