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Massaker bei den Zeugen Jehovas

Von Feierabend-Mitglied Samstag 11.03.2023, 09:47 – geändert Samstag 11.03.2023, 09:50

Es ist immer wieder entsetzlich wenn unschuldige Menschen durch einen Amoklauf ums Leben kommen und jeder fühlt sich betroffen und nimmt Anteil an dem seelischen Schmerz der Hinterbliebenen. So geschehen aktuell in Hamburg, wo ein aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas ausgeschlossener Mann diese Tat vollbracht hat. Sie ist durch nichts zu entschuldigen, doch sollte man auch hinterfragen warum es soweit kommen mußte, dass dieser Mann einen derartigen Haß auf diese Sekte entwickelt hat.

In diesem Video schildert eine ehemalige Zeugin über ihren Ausstieg und welche Folgen dies für sie und ihre Familie hatte. Sie war fast 60 Jahre aktiv in dieser Gemeinschaft bis sie anfing die Glaubensgrundsätze zu hinterfragen.

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Nicht jeder Mensch wird mit einer solchen Ablehnung fertig, viele Aussteiger benötigen anschließend psychiatrische Betreuung. Wenn man sich vorstellt, dass sich auf einmal alle Freunde, Bekannte, ja sogar die eigene Familie von einen abwendet, kann man sich schon vorstellen was da mit einem psychisch labilen Menschen passieren kann. Man muss dazu auch sagen dass Zeugen nur Gemeinschaft mit ihren Glaubensgenossen pflegen dürfen, alle die nicht dazu gehören sind gottlose Menschen, die in Harmagedon von Gott vernichtet werden. So die Lehre und die Forderungen dieser Gemeinschaft. Viele Aussteiger fallen dann in ein tiefes Loch, aus dem nur wenige ohne Beistand und Hilfe wieder herauskommen.

Um diese entsetzliche Tat zu verstehen sollte man einmal Frau Kohout (Video) zuhören. Wenn die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas sich nicht von diesem „Gesetz“ verabschiedet und menschlicher bzw. verständnisvoller reagiert, trifft sie letztendlich auch die Schuld an solchen Massakern. Bekannt ist dass diese Glaubensgruppe jedes Wort der Bibel als die Inspiration von Gott - also von Gott diktiert - annimmt und die Gläubigen ihr Leben danach ausrichten. So berufen sie sich bei einem Ausschluß auf diese Aussage aus dem 2. Johannesbrief:
Wenn jemand zu euch kommt und nicht diese Lehre mitbringt, dann nehmt ihn nicht in euer Haus auf, sondern verweigert ihm den Gruß. Denn wer ihm den Gruß bietet, macht sich mitschuldig an seinen bösen Taten.


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