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Seine Einstellung zu Maria

Von Feierabend-Mitglied Freitag 21.01.2022, 12:56 – geändert Freitag 21.01.2022, 15:50

Nicht alle Päpste haben vergessen dass sie auch nur Menschen sind, so der 33-Tage-Papst Albino Luciani. Über seine Einstellung zur Maria ist folgendes in dem Büchlein „Das Herz ist das Ohr der Seele“ von Hermann Multhaupt zu lesen:

Einmal wurde Albino Luciani von einer einfachen Frau gefragt, welcher Titel der Gottesmutter ihm am besten gefalle. Ein wenig schalkhaft antwortete er: „Wenn Sie wollen, dann gebe ich Ihnen einen guten Rat: Verehren Sie besonders die Madonna der Schüsseln und Pfannen oder die Madonna des Besens.
Sehen Sie, Maria ist ohne Visionen und ohne Ekstasen heilig geworden, als eine gewöhnliche Hausfrau, die Suppe gekocht, Kartoffeln geschält und ähnliche Dinge getan hat“.
Dazu gehörte auch Babys wickeln und Windeln waschen, denn bekanntlich hatte Jesus viele Geschwister.

Dieser Papst hatte noch nicht den Boden unter den Füßen verloren und hat die Dinge pragmatisch gesehen, was natürlich nicht heißt dass er Maria nicht geehrt hätte. Den Evangelien ist nicht zu entnehmen dass Maria nicht solche Tätigkeiten ausgeübt hat, schließlich war sie eine ganz normale jüdische Frau die für ihre Familie gesorgt hat. Garantiert hat sie nicht stundenlang meditiert und gebetet, sondern nahm ihr Frauentum sehr ernst, wie es jüdischen Frauen geziemte. Sie würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen könnte sie die Verherrlichung sehen und das was aus ihr gemacht worden ist.

Wären alle Päpste so eingestellt gewesen und hätten sich lediglich nach dem ausgerichtet was Jesus und seine Jünger uns hinterlassen haben und wären sie einfach und schlicht, ohne Herrschaftsansprüche bzw. Geldgier gewesen, dann hätte die Kath. Kirche eine völlig andere Entwicklung durchlaufen und es gäbe diese Machtinstitution mit Sicherheit nicht. Jesus sagte eindeutig „Ihr aber seid alle Brüder“, was ausschließt dass es eine bestimmte Gruppe geben sollte die über die Gläubigen herrscht. Dieses Machtstreben machte sich schon unter den Jüngern bemerkbar, was Jesus mit diesen Worten ausgebremst hat.

Mir ist dieser viel zu früh aus dem Amt geschiedene Papst sehr sympathisch, habe auch einige Bücher von und über ihn, die allesamt einen sehr bescheidenen und demütigen Menschen darstellen. Albino liebte die Menschen, was auch durch jede seiner Handlungen und Gesten deutlich geworden ist. Für mich hat er die Lehre Jesu glaubwürdig gelebt, obwohl er nicht verstanden hat, dass das Papsttum von Jesus nicht eingesetzt worden ist.

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