Sollte man Religionen verbieten?
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 10.03.2021, 16:30
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Sollte man Religionen verbieten?
Für diese Frage gibt es zwei Antworten.
Ja, man sollte.
Nein man kann nicht. (welchen Ersatz bietest Du?)
Sie glauben an ein höheres Wesen. Das haben alle Religionen gemeinsam.
Es gibt weitere Gemeinsamkeiten.
Diese Wesen zeigen sich allerhöchstens als Inkarnationen. Aber niemals persönlich.
Es sind immer Menschen die festlegen ob Er/Sie/Es sich als Quelle, Baum oder irgendetwas Anderes, zum Beispiel als fiktives Blut in Weinform, zur Verehrung präsentiert.
Menschen legen auch die Art der Verehrung fest.
Menschen glauben also was andere Menschen festlegen.
Solche denen man sonst nicht ein X für ein U vormachen könnte, lassen sich etwas kritiklos vor Erzählen. Sie kommen nicht einmal auf die Idee, der Erzähler könnte damit eigene Interessen vertreten. Widersprüche sind zwar auffallend werden aber ignoriert.
Nicht nur dies. Es wird Ihnen verboten diese Geschichten auf Plausibilität zu prüfen.
Gestandene Männer und Frauen schlucken die Anweisungen widerspruchslos. Sie verzichten freiwillig auf ihre Selbständigkeit.
Diese Selbstständigkeitsaufgabe bei doch sehr skurrilen Ideen ist natürlich problematisch.
Der Gläubige schämt sich im Grunde dafür. Kann sich aber selbst bestätigen, wenn auch andere daran glauben. Je weniger Ungläubige es in der Umgebung gibt, umso besser.
Sie glauben daran, dass durch den Glauben an Gott das Leben durch sein Eingreifen sicherer wird. Unglücke, Naturkatastrophen seien Ausdruck von Gottes Verärgerung.
Verärgern tut Gott ein Jeder, der nicht an Ihn glaubt.
Damit ist ein Mensch, und zwar jeder Mensch anderen Glaubens, ein „Gottverärgerer“
Das bedeutet für den Gläubigen: Nur unsere Gruppe stellt Gott tatsächlich zufrieden.
Sein Ärger über die vielen Ungläubigen könnte auch uns in Mitleidenschaft ziehen.
Ein Vertreiben dieser Ketzer ist demnach ein Akt des Selbstschutzes.
Geht man davon aus, dass Unglücke, Naturkatastrophen, Krankheiten, als Strafen Gottes für Fehlverhalten, verstanden werden. Ist der Schritt kurz zur Ernennung zum Scharfrichter.
Gott wird demnach das Vertreiben so minderwertiger Geschöpfe als gerechte, vorgezogene Strafe gutheißen. Selbst ein Töten wird Er tolerieren. Die Ungläubigen liebt er Ja nicht, sondern verdammt Sie auf ewig.
Leider können die „Ungläubigen“ nicht so einfach umsteigen. Auch sie haben in Ihrer Umgebung einen Glauben und sind gehalten die Ungläubigen zum einzig Wahren, nämlich den eigenen Glauben zu bekehren.