Über das Missionieren
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Feierabend-Mitglied
Mittwoch 09.06.2021, 08:48 – geändert Mittwoch 09.06.2021, 08:57
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Bildquelle:
ga.de/ ... /patres-und-schwestern-berichten-von-ihren-erfahrungen-im-ausland_aid-41162891
Mit Interesse habe ich den unten angeführten Artikel gelesen, der mir bestätigt was ich in meinem Inneren fühle wenn es um Glauben geht. U.a. stimme ich dem voll zu was über das Missionieren gesagt wird. Man kann über Glaubensdinge reden, sie sollten aber nicht zu Streit und Beleidigungen führen, denn solches trennt die Menschen und macht sie sogar zu Feinden.
Und wenn ich hier Beiträge eingebe möchte ich nicht bekehren sondern zum Nachdenken anregen. Bekehren kann man keinen Menschen, nur dazu bewegen seine bisherige Sichtweise einmal zu überdenken. Hierbei sollten weder Höllenstrafen angeführt noch Drohungen oder Vor/Verurteilungen erfolgen, denn genau das hat Jesus Christus nicht gewollt.
Unter „Missionieren“ verstehe ich in erster Linie nicht das Predigen sondern das Handeln, anderen Gutes zu tun und insofern ein Beispiel zu geben für das was Jesus gelehrt hat.
Aus dem Artikel möchte ich diese Aussage besonders hervorheben:
Ich frage euch, die ihr Missionare seid – tut ihr nicht unbewusst den Leuten, mit denen ihr lebt, Gewalt an? Ich versichere euch, es gehört nicht zu eurer Berufung, die Menschen des Ostens zu entwurzeln. Toleriert, was immer sie Gutes haben.
Auszug aus dem Artikel:
Ich behaupte, ein Mann des Glaubens und des Gebetes zu sein, und wenn ich auch in Stücke gerissen würde, ich glaube, dass mir Gott die Stärke geben würde, ihn nicht zu verleugnen, sondern zu sagen, dass er ist. – Es ist wahr, dass jeder von uns seine eigene Interpretation von ‚Gott’ hat. Das ist notwendig so, da Gott nicht nur diesen unseren winzigen Erdball umfasst, sondern Millionen und Milliarden solcher Erdkugeln und Welten über Welten. – Obwohl wir also dieselben Worte über Gott sagen mögen, müssen sie doch nicht dieselbe Bedeutung haben. Was tut das schon? Wir brauchen nicht zu bekehren – weder durch unser Reden noch durch unser Schreiben. Wir können es nur durch unser Leben tun. Unser Leben sollte ein offenes Buch sein, für alle zum Lesen aufgeschlagen – wenn ich nur meine Missionarsfreunde überreden könnte, ihre Mission so anzusehen. Dann gäbe es kein Misstrauen, keinen Verdacht, keine Eifersucht und keine Unstimmigkeit zwischen uns in diesem religiösen Angelegenheiten, sondern nur Harmonie und Frieden. Wir in Indien sind der missionarischen Institution gegenüber, die uns vom Westen erreicht hat, misstrauisch geworden wegen ihrer westlichen äußeren Erscheinung. – Verwechselt nicht das, was Jesus gelehrt hat, mit dem, was als moderne Zivilisation gilt. Ich frage euch, die ihr Missionare seid – tut ihr nicht unbewusst den Leuten, mit denen ihr lebt, Gewalt an? Ich versichere euch, es gehört nicht zu eurer Berufung, die Menschen des Ostens zu entwurzeln. Toleriert, was immer sie Gutes haben.
mehriran.de/ ... /gandhi-und-jesus-das-ende-des-fundamentalismus.html