Der freie Wille
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Feierabend-Mitglied
30.10.2022, 14:25
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30.10.2022, 14:25
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Man hört immer wieder den Satz: „Wenn es Gott gäbe, dann würde Er dies oder jenes nicht zulassen.“ Tja … Wenn es nur so einfach wäre! Wenn da nicht Sein wunderbares Geschenk des freien Willens an uns Menschen wäre! Wenn Er immer eingreifen würde, wenn etwas geschieht, oder wir etwas tun, das nicht in Seinem Sinne ist, jedes Unrecht im Keim ersticken, jeden Schaden von uns fernhalten würde, dann müsste Er permanent in unser Leben eingreifen. Dann wären wir aber auch nicht frei, dann wären wir von Ihm gelenkte Marionetten. Das könnte ja recht schön sein für die Menschen, vor allem friedlich, aber das wollte Er eben nicht für uns.
Der freie Wille – ein Gnadengeschenk von Gott an uns, das uns erst die Möglichkeit gibt, zu Seinen Kindern zu werden, denn Er möchte freie Menschen zu Seinen Kindern machen, Kinder, die freiwillig zu Ihm kommen und Ihn freiwillig als ihren Herrn und Heiland annehmen, keine Wesen, die durch Seine Allmacht gezwungen werden, sich so zu verhalten, wie Er es möchte.
Aber wir müssen natürlich auch in Kauf nehmen, dass jeder seinen freien Willen hat und auslebt, ausnahmslos jeder sich entscheiden kann, ob er diesen oder jenen Weg gehen will, ob er Böses tut oder Gutes, ob er an Gott glauben will oder nicht, ob er seinem Nachbarn schaden will oder nicht, ob er einen Krieg mit unzähligen Toten anzetteln will oder nicht.
Sowohl der gute Mensch als auch der Bösewicht haben diesen freien Entscheidungswillen, Arme und Reiche, die höchsten Politiker wie auch die kleinen Bürger, Gebildete und Ungebildete. Und Jesus mischt sich nicht ein. Er lässt uns diese ganz große Freiheit, auch wenn Menschen unter Menschen leiden. Er lässt die Sonne über allen scheinen. Und vergibt jedem Sünder, der wahrhaft bereut.
Das sollte uns sehr dankbar machen.
Mich quälen immer wieder die Gedanken an die leidenden, ausgebeuteten, hungernden und missbrauchten Kinder rund um die Welt. Diejenigen, die am meistens des Schutzes bedürfen, die Schwächsten, werden von den sogenannten „Starken“, wer sie auch immer sein mögen, benutzt für ihre eigenen, immer aber schlechten, ich behaupte sogar satanischen Interessen. Die Welt schaut gleichgültig zu. Und Jesus greift auch dabei nicht ein, er lässt den Verursachern dieses großen Kinderelends ebenfalls freie Hand. Aber: Gottes Mühlen mahlen langsam, doch vortrefflich fein!
Und so wird sowohl diesen Verursachern dieses großen Kinderelends als auch den Kindern selbst eines Tages Gerechtigkeit widerfahren. Gottes Gerechtigkeit, der sich keiner entziehen kann. Für die einen wird sie so „speziell“ werden wie es schon hier immer in ihrem Geist und ihrer Seele ausgesehen hat, für die andern wird es hell werden. Jesus hat für diese geschändeten Kinder ein besonderes Zuhause bereitet, sie werden für all ihr erlittenes Unrecht und Ungemach hundertfach entschädigt werden. Und das ist ein tröstlicher Gedanke.