Eine `Regen-Sonne Tour` nach Heiligendamm
Hallo liebe Radfreunde und Interessierte unserer Touren, mit etwas Verspätung möchte ich heute unsere Tour vom 17.07. 2025 mit Euch teilen. Ein Teil der Gruppe traf sich auf dem Parkplatz am Hagebaumarkt Südstadt. Schon ging es los, um weitere Radler einzusammeln. An der Kunsthalle Rostock warteten die Nächsten. Von Reutershagen aus fuhren wir dann durch Schmarl und durch den IGA-Park nach Groß-Klein . Am Klenowtor wartete ich auf die weiteren Radler.Leichter Regen begleitete uns bis nach Warnemünde, mit Blick auf die AIDA MAR.
Der Regen wurde leider immer stärker und wir suchten uns am Alten Strom eine Unterstellmöglichkeit. Unter den Bäumen gab es nicht genug Schutz für uns. Von einer Lokalität bekamen wir vom sehr netten Wirt das o,k., uns unter einem Schirm zu stellen. So warteten wir ca. eine Stunde auf das Regenende. Unsere App sagte uns, das es besser wird. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und so sollte es kommen!
In unmittelbarer Nähe war ein Kunstwerk aufgestellt.Über Kunst lässt sich streiten. Wie nach dem Sprichwort `Kunst liegt im Auge des Betrachters`zitiert, das es keine allgemeingültige Definition von Schönheit oder Kunst gibt.Was dieses Kunstwerk richtig darstellen sollte, bekamen wir nicht so richtig raus. Aber seht selbst!
Nach dem Zwangsaufenthalt fuhren wir durch Warnemünde in Richtung Diedrichshagen bis zur Ausflugsgaststätte `Fuchsbar`.Bei einer Mittagspause stillten wir unseren Hunger.
Gut gestärkt, auch durch eine lustige Bedienung setzten wir unsere Fahrt fort.In Richtung Heiligendamm ließ sich die Sonne endlich wieder blicken.Es machte richtig Spaß weiter zu fahren. Die Haltestelle am Strandaufgang Nienhagen war leider wieder gesperrt. So blieb uns nur ein Blick zur Steilküste.
Früher zu Zeiten des kalten Krieges war im Gebiet Nienhagen Ausbau eine Raketenstellung der NVA. Hinter dem Ort Nienhagen kommt der Gespensterwald. Die Bäume sind urig und bei Sturm knarren und ächzen sie. Bei Dunkelheit ist alles gespenstig, aber sehr schön.
Die Fahrt ging weiter an der Küste entlang bis nach Heiligendamm.Wir wollten nicht auf die Seebrücke, denn die kennt ja jeder.Also fuhren wir durch den Wald. Unser Ziel waren die zwei kleinen Kirchen oder Kapellen von Heiligendamm.
Herzog Friedrich Franz der I. beschloss mit dem Arzt Samuel Gottlieb Vogel aus Rostock 1793 die Badesaison für dieses und die Künftigen Jahre am Heiligen Damm zu eröffnen. So wurden die notwendigen Gebäude errichtet, aber zum Gottesdienst mussten die Menschen zum Doberaner Münster.Das sollte sich ändern und so wurde die Evangelische lutherische Waldkirche erbaut.
1893 Kam der Großherzog Friedrich Franz der III. von seinem Sommersitz in Gelbensande nach Heiligendamm. Er stiftete Heiligendamm diese Kirche und noch einen Geldbetrag von 10.0000 Mark.
Die Kirche stammt vom Architekten Gotthilf Friedrich Möckel.Sie konnte 1904 feierlich geweiht werden.Nach diesem geschichtlichen Abriss fuhren wir weiter zur nächsten Kirche.
Das ist die Herz-Jesu-Kapelle. Sie ist eine römisch katholische Kirche in Heiligendamm und wurde ebenfalls von Möckel gebaut. Sie ist seit 1990 nicht mehr im gottesdienstlichen Gebrauch.1886 genehmigte der Großherzog Friedrich Franz der II die Feier katholischer Gottesdienste im privaten Rahmen.
1888 wurde die Kapelle dem Heiligen Herzen Jesu geweiht.Das war nun etwas Geschichte.
Neben der Kapelle steht noch dieser Gedenkstein vom Kammerherrn von Suckow. Weitere Informationen lassen sich leider nicht finden.Wir fuhren nun wieder durch Bad Doberan nach Hause.Trotz anfänglichem Regen war es zum Ende doch eine schöne Tour.Wir hoffen, dass wir das nächste Mal trockener durch den Tag kommen!Hiermit möchte ich mich bis demnächst wieder verabschieden.Euer Bernd (Mooskuhle).
Artikel Teilen
Kommentieren