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Uns Lau’nborg

Von fiete4 Samstag 14.11.2020, 19:16

As Hamborg stünn in Füür un Rook,
Vo’n Osten allns no’n Westen trock, —
Von Dörp to Dörp, von Stadt to Stadt,
In Lumpen all’, un krank un matt,
Keen Heimat mehr, keen Hus, keen Schüün,
Vertwiefelung in jede Mien,
Dat Hadd so vull, von Sorgen sweer,
De meisten, och, se kunn’ nich mehr!
Bit endlich se keum’n an een’n Ort,
Un as Erleusung klüng dat Wort:
„Lau’nborg!“

Jo, Launborg, du ool Schipperstadt,
Du meuks ehr lichter gliek dat Hadd.
Du, mit dien’n stuur’n Minschenslag,
Se hebbt dat feuhlt den’n ersten Dag,
Un feuhlt dat bit to düsse Stunn,
Hier harrn se wedder’n Heimot funn’n!
Ohn’ Dank, ohn jeden Gotteslohn,
Wat is hier för ehr sorgt un doon!
Un föll de Stadt dat ok woll sweer,
Wo se’d man kunn, se geew dat her,
Dat all’ kunn’n seggen: Hier sünd wi borgen!
So hülpst du dregen ehr de Sorgen,
Lau’nborg!

Du scheune Stadt an’n Elbestrand,
Du Parl von uns Holstenland!
Dor, wo no ool plattdütsche Oort
Man tru noch hölt an Gottes Wort!
Wo alltohop, wat ok mag koom’n,
Mit de in Not, stoht fast tosoom’n,
Di wöllt wi no de slimmen Johrn
Ok wieder nu uns’ Leew bewohrn.
Un möt wi von di wi Afschied nehm’n,
Wölt wi uns unse Troon’n nich schäm’n.
Wi wünscht di denn to’n letzten Mol
Gottssegen veel op di henndool,
Un dusend, dusend, dusend Dank!
Schallt ut dien’n Kirchenglockenklang
Mit in, in unsen Loffgesang
Op di!
Uns’ Lau’nborg!

Friedrich Schnoor
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