POGGEN ©ElkeBontjerDobertin
Von
egalis
13.06.2021, 07:59
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egalis
13.06.2021, 07:59
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In de Waterdobb, glieks um ´t Eck, mach woll een sien Aquarium utkippt hebben. Wat dor in ´t Water an Goldfisken swemmen deit, hebb ik anners noch nich sehn. Mehr Swarmen sünd unnerwegens. Dorum steiht ok fakerder an de Kant een Reiher. Hier hett he mennig good Mahltied. Man wor ik besünners völ Aardigheid an hebb, dat sünd de Poggen. Heimatnee, wat is dat in disse Vörjahrstied weer een Geluud! Dat hört ´n haast dör de hele Siedlung. As wi nu uns Keiergang maakt hebben un an de Dobb stahn bleven, was keen Pogg to sehn un ok nich to hörn. ‚De sall woll de Reiher haalt hebben‘, meen mien Tegenmi. Denn hebb ik hör ropen. De ‚Urruaarrrx-Ton‘ kann ik heel good. Hett ok nich lang duert, dor kweem Antwoord. Een helen Sett hebben wi uns ‚unnerhollen‘: De Poggen in ´t Water un ik achter de Wier. Eendoon. Bi dat Woord Pogg denk ik an mien eerst Beleevnis mit ´n dicken Pogg in Oostfreesland. Wi wahnden noch nich lang up uns Plaats. Waterleitung geev ´t nich. Wi harrn een Regenback in ´t Karnhuus un de Pump dorto in d´ Waskköken glieks tegenan. In Upfangers an de Regenröhr wurr mit Doken dat Regenwater filtert un leep van dor in de Back. Eens Daags wull ik Water pumpen. Man dat gung nich. Kweem nix rut. To hören weer blot sowat as een Slubbern un Lucht trecken. Wat nu? Ik up Stohl un van boven herin keken. Jee, hebb ik mi verfehrt! Twee Gluupogen keken mi an! In mien Verfehrn kweem Harm Postbood herin. He hett de Pogg heruutfummelt un dat Water leep weer. „Ji hebben gesund Water“, meen he. „Anners kunnen de Poggen dor nich in leven!“ Ik bün Harm vandag noch dankbaar, dat he mi „redd“ hett!
ÜBERSETZUNG
FRÖSCHE
In den Teich, gleich um die Ecke, hat wohl jemand sein Aquarium geleert. Was da im Wasser an Goldfischen schwimmt, habe ich sonst noch nicht gesehen. Mehrere Schwärme sind unterwegs. Darum steht dort auch öfter ein Reiher am Rand. Hier hat er manche gute Mahlzeit. Aber woran ich mein besonderes Vergnügen habe, das sind die Frösche. Heimatnee, was ist das in diesem Frühjahr wieder ein Gequake! Das hört man durch fast die ganze Siedlung. Als wir jetzt unseren Spaziergang machten und am Teich stehen blieben, war keiner der Frösche zu hören. "Die soll wohl der Reiher geholt haben", meinte mein Nebenmir. Dann habe ich sie gerufen. Den "Urraarrrx-Ton" kann ich sehr gut. Hat auch nicht lange gedauert, da kam Antwort. Eine ganze Weile haben wir uns "unterhalten". Die Frösche im Wasser und ich hinter dem Zaun. Egal. Bei dem Wort Frosch denke ich an mein erstes Erlebnis mit einem dicken Frosch in Ostfriesland. Wir wohnten noch nicht lange auf unserem Bauernhof. Wasserleitung gabs nicht. Wir hatten ein Regenwasserbecken im Vorflur und die Pumpe dazu gleich nebenan in der Waschküche. In Auffangkästen am Regenrohr wurde mit Tüchern das Regenwasser gefiltert und lief von da in das Becken. Eines Tages wollte ich Wasser pumpen, aber das ging nicht. Es kam nichts raus. Zu hören war bloß sowas wie Schlubbern und Luft ziehen. Was nun? Ich auf einen Stuhl und von oben hinein gesehen. Ojee, habe ich mich erschrocken! Zwei Glubschaugen sahen mich an! In meinem Schrecken kam Harm Postbote rein. Er hat den Frosch herausgefummelt und das Wasser lief wieder. "Ihr habt gesundes Wasser", meinte er. "Sonst könnten die Frösche da nicht drin leben."
Ich bin Harm heute noch dankbar, dass er mich "gerettet" hat!