WILDWASSEN GRÖNTÜG - HEEL WAT GESUNDS
Von
egalis
Samstag 20.03.2021, 08:35
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egalis
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Uns Natur hett völs to beden. So ok wildwassen Gröntüg. Mennig een seggt dor Unkruud an of Weed. Bi mi is dat Spontan-Vegetation.
Nu is dat weer sowied: De Winter is vörbi. In ´t Land word dat grön. En bült Krüderee wasst uns tomöt. Wi mutten man blot tolangen. An besten steveln wi mal eevkes mit uns lüttje Emmerke of mit en Püt um ´t Huus to. Wenn dor nix to finnen is, geiht dat wieder up ´t Grönland. An Slootskanten sünd ok good Steden. Dor steiht seker wat van dat, wat wi söken. Hest du Handsken mit? De söllen wi woll bruken mutten.
Kiek, dor stahnt eerste Brannnettels. Dor willen wi up an. Van de friske gröne Brannnettelbladen plücken wi de Spitzen of. Bit dat wi genoog in de Emmer of Püt hebben, sünd wi seker een Settje unnerwegens. De Brannnettelbülten sind noch wat lüttjet. Se geven noch nich so heel völ her. Man nett so jung sünd de Bladen an besten. Hebben wi good wat bi ´n anner plückt, kann dat up Huus an gahn.
Hier nehmen wi uns een groterden Kumm, packen de Bladen dor in un spölen hör unner Water of. Dormit de Brannnettelhaaren nich mehr brannen doont, worden de kört ofkookt. Denn spölen wi hör mit kold Water of un snieden hör in lüttje Striepen.
Stück of wat (nich to minn!) Knooflock ofpellen, ok lüttjet snieden.
In lüttje Stückjes sneden Speck laten wi in een Pann of in een Pott ut. Heel völ Ziepelstückjes worden mit glasig smoort. Dor denn de Brannnettels bidoon un all mit ´n anner sachte koken laten. Villicht mit een bietje Brühe dorbi in, um dat dat Goodje nich anbrannen deit. Is dat bietje Brühe utkookt, dat Gröntüg mit Peper, Solt un Krüden (Petersillje un so wat) good würzen, Stück of wat Eier (sovöl as een mag) quirlen un unnerröhren, bit dat se fast sind.
Dorto smeckt Tuffels, solten of pellt, ok sülvstbackt Wittstuut.
Smakelk Eeten!
Übersetzung:
WILDWACHSENDES GEMÜSE - VITAMINBOMBE
Unsere Natur hat vieles zu bieten. So auch wildwachsendes Gemüse. Manch einer sagt dazu Unkraut. Bei mir ist das: Spontan-Vegetation.
Jetzt ist das wieder soweit: Der Winter ist vorbei. Im Land wird es grün. Viele Kräuter wachsen uns entgegen. Wir müssen nur zulangen. Am besten stiefeln wir mal eben mit unserem kleinen Eimer oder einer Tüte ums Haus. Wenn da nichts zu finden ist, geht es weiter aufs Grünland. An Grabenkanten sind auch gute Stellen. Da steht sicher was von dem, was wir suchen. Hast Du Handschuhe mit? Die sollen wir wohl brauchen.
Sieh, da stehen erste Brennnesseln. Da wollen wir hin. Von den frischen grünen Brennnesselblättern pflücken wir die Spitzen ab. Bis wir genügend in Eimer oder Tüte haben, sind wir sicher ein Weilchen unterwegs. Die Brennnesselbüschel sind noch etwas klein. Sie geben noch nicht so ganz viel her. Aber so jung sind die Blätter am besten. Haben wir gut was zusammen gepflückt, kann es nach Hause gehen.
Hier nehmen wir uns eine größere Schale, packen die Blätter dort hinein und spülen sie unter Wasser ab. Damit die Brennnesselhaare nicht mehr brennen, werden sie kurz abgekocht. Dann spülen wir sie mit kaltem Wasser ab und schneiden sie in kleine Streifen.
Etliche (nicht zu wenig!) Knoblauchzehen werden abgepellt und auch klein geschnitten. In kleine Stücke geschnittenen Speck lassen wir in einer Pfanne oder einem Topf aus. Sehr viele Zwiebelstücke werden mit glasig geschmort. Da hinein füllen wir die Brennnesseln und lassen alles miteinander sachte köcheln. Vielleicht füllen wir etwas Brühe hinein, damit nichts anbrennt. Ist die Brühe verkocht, das Gemüse mit Pfeffer, Salz und Kräutern (Petersilie und so etwas) gut würzen. Eier, soviel man mag, quirlen und unterrühren, bis dass sie gestockt sind.
Dazu schmecken Salz- oder Pellkartoffeln, auch (selbstgebackenes) Weißbrot.
Guten Appetit!