So ein Fiesling!
Von
tastifix
Donnerstag 02.06.2022, 06:44
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tastifix
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Seepferdchen Graziellchen,TintenfischTinti, Kugelfisch Kugli und die kleinen Fische Goldi und Zappel hielten sich oft, weil sie beste Freunde waren, zusammen in einer riesigen Unterwasserhöhle auf. Sie war nicht nur besonders schon mit den roten Korallen an ihren Wänden und auch am Boden, sondern bot mit dem erhöht auf einem Felsplateau liegenden Eingang zuverlässigen Schutz vor Gefahren von draußen. Dann versteckten sich die Tiere hinter den Korallen oder hinter den Steinen. War es dagegen friedlich, jagten sie kreuz und quer und spielten Fangen.
Aber auch Raubfische bevölkerten dieses Gewässer und versetzten die Meeresbewohner in Angst und Schrecken. Selbst Haie schossen pfeilschnell durch die Wogen. Viele Winzig - Fische überlebten deren Angriffe nicht. Einer dieser Haie war Zahn. In den vergangenen Tagen hatte er Pech gehabt und keinen einzigen Fisch erwischt, fühlte sich zunehmend elender und seine hochragende Rückenflosse krümmte sich bereits vor Schwäche.
"Lange halte ich so nicht mehr durch. Grr!!"
Er dachte scharf nach, hatte plötzlich eine Idee, wurde gleich etwas munterer und war dann zielstreig utnerwegs. Zufällig begegnete ihm Graziellchen, genau wie er auf Nahrungssuche. Fruchtbar erschrocken flehte es:
"!Bitte, bitte, tu mir nichts!!"
Zahn überlegte kurz:
"Hmm, wenn Du mir versprichst, mir zu helfen ..."
Und er verriet ihm seinen Plan. Der gefiel Graziellchen überhaupt nicht, aber:
"Besser mitmachen! Sonst frisst der mich gleich!!` - " Zahn,ich verrat bestimmt nichts!!"
"Okay! Dann los!"
Sie schwammen bis vor den Eingang ihrer Höhle. Graziellchen rief die Anderen. Die sahen Zahn sofort ann, dass es ihm schlecht ging. Zahn erklärte ihnen, dass er Vegetarier werden wolle und sich nur noch von Algen und Plankton ernähren würde. Das Seepferdchen nickte eifrig zu jedem seiner Worte. Deshalb glaubten die Fische dem Hai.
Und als Zahn wieder fort war:
"Der hat jetzt bestimmt Bauchschmerzen vor Hunger ...", überlegte Zappel.
"Das tut garantiert schrecklich weh!", bekam Goldi prompt Mitleid, obwohl er den Hai nicht ausstehen konnte.
Und dann tobten die beiden Freunde gut gelaunt weiter durch die Höhle. Der Hai würde sie ja von nun an nie mehr angreifen.
Doch eine Weile später:
"Du, Goldi, irgendetwas stimmt da nicht! Wenn der nur Algen frisst ,verhungert der doch!!"
Sie sprachen sich mit Tinti und Kugli ab, trotzdem noch vorsichtig zu sein, wenn Zahn in der Nähe wäre. Das Seepferchen schwieg auffällig dazu.
"Du, Graziellchen. Schwimm mal zum Eingang und guck besser nach, ob die Luft rein ist! Entdeckst Du etwas, gib Bescheid! Dann verstecken wir uns fix!"
"Klar, bis gleich!", meinte Graziellchen erleichtert und war weg.
Mittlerweile plagte es nämlich arg sein Gewissen. Denn es wuisste ja, dass der Hai die Fische in eine Falle locken wollte.
Inzwischen war seine vier Freunde bereits klar geworden, das Zahn gemein gelogen hatte. Nervös paddelten sie kreuz und quer in der Höhle herum.
"Was machen wir jetzt bloß?"
"Vielleicht hinter dem Korallenriff dort hinten verstecken ...?", schlug Goldi vor.
"Oder zwischen den Seesternen ...", meinte Zappel.
"Gute Idee! - Und wir, Tinti und ich machen den fertig! Der jagt keinen von Euch mehr !!", betonte Kugli.
"Wie denn?", wollte Goldi wissen.
Keine Antwort, denn soeben kehrte das Seepferdchen zurück.
"Eigenartig, wie traurig es plötzlich guckt!"
Ja, Graziellchen schämte sich, die Freunde im Stich gelassen zu haben.
"Den Hai hab ich nicht gesehen. Aber i..ich m..muss Euch etwas gestehen .."
Goldi, Zappel, Tinti und Kugli schauten es beunruhigt an.
"Wiiieee??"
Sie konnten sich nicht vorstellen,was denn Graziellchen ...
Und das Seepferdchen beichtete ihnen, weshalb es den Hai bei seinem Plan unterstützt und sie nicht gewarnt hätte.
"D..Der hätte m..mich doch sonst sofort ge..gefressen!", stammelte es."Bitte. bleibt meine Freunde! Ich tue sowas bestimmt nie wieder!", beteuerte es.
"Dass Du das gemacht hast ...", warfen ihm die Anderen vor.
"Aber Graziellchen hat freiwillig die Wahrheit gesagt und es tut ihm sehr leid, wie Ihr seht!!", stellte Tinti fest.
Ja, das stimmte. Dermaßen bedrückt hatten sie das eigentlich so fröhliche Seepferdchen noch nie erlebt.
"Graziellchen, wir verzeihen Dir! Aber niemals wieder! Hörst Du?"
"Nie, nie wieder! Ganz bestimmt nicht!!," freute sich Graziellchen.
"So, das wäre geklärt! - Jetzt müssen wir überlegen, wie wir den gemeinen Kerl los werden können ..."
Sie grübelten, flüsterten und grübelten weiter. Auf einmal meldete sich Tinti:
"Ich weiß, wie! Ist ganz einfach!!"
???
"Passt auf: Graziellchen hält oben Wache und gibt uns bei Gefahr ´nen Zeichen. Zappel und Goldi, Ihr verschwindet dann sofort und gebt kein ´Blubb` mehr von Euch!"
"Und was macht Ihr, Tinti und Du??"
Die Beiden grinsten,.
"Zahn wird sich umgucken!", triumphierte Kugli. "Tinti spritzt Tinte und ich piesacke den, dass ihm jeglicher Appetit auf Euch vergeht!"
"Und ich benachrichtige derweil die Delfinunterwasserschutzpolizei. Die retten ja so gerne, habe ich selber beobachtet. Sogar Menschen!", setzte Graziellchen hinzu.
"Prima Idee, Graziellchen! Heute dürfen die dann den retten - nämlich vor uns, aber dann sofort ins Unterwasssergefängnis bringen!", grinste Tinti.
"Ich guck lieber oben nochmal. Nicht, dass der uns überrascht!"
Das Seepferdchen erreichte gerade noch rechtzeitig den Eingang, denn vor dem lauerte der fiese Kerl bereits und wartete nur auf den günstigen Moment, um anzugreifen.
"Schnell, ab ins Versteck, Goldi und Zappel!", bedeutete das Seepferdchen den Freunden.
Ein wenig zitterten deren Schwanzflossen ja doch vor Angst, als sie sich dann hinter einem Korallenriff platt auf den Boden legten.Tinti und Kugli hockten sich neben ein Algenbüschel. Kugli hielt vor Anspannung gar für einen Moment die Kiemen geschlossen, Noch länger gings ja nicht.
Das Wasser über ihnen schlug laut plätschernde Wellen und schon sahen sie Zahn in die Höhle preschen und dann in Richtung des Versteckes der beiden Fischchen schießen.
"Ob der beobachtet hat, wohin die geschwommen sind?"
Aber Graziellchen lenkte ihn ab:
"Dort sind sie nicht!. Komm mal schnell. Ich sehe doch hier ..."
Sofort wendete Zahn und schwamm auf die andere Ecke zu.
"Jetzt!!", raunte Tinti Kugli zu.
Wie auf Kommando schossen sie gleichzeitig aus dem Algenbüschel hoch.Tinti bespritzte den überrumpelten Hai von allen Seiten mit Unmengen von Tinte. Kugli rollte über dessen Rücken. Seine Stacheln bohrten sich wieder und wieder in Zahns Fleisch, bis der fast ausschaute wie ein Schweizer Käse. Zum Glück für die Freunde war ja die Delfinunterwasserschutzpolizei schon auf dem Weg zu ihnen.
"Aua!!", brüllte der Hai, sich heftig windend. Und auch: "Ich seh` nichts mehr! Hilfe!!"
"Hilfe ist gleich hier!", gab Tinti gelassen zur Antwort.
Die Freunde grinsten.
"Nee, die ist schon da!!", meinte Graziellchen.
Überrascht schauten Goldi, Zappel, Tinti und Kugli zur Seite, wo zwei Delfine dem Hai gerade einen extra festen Maulkorb anlegten und ihm fix einen dicken Lianengurt stramm um die Flossen banden. Der Hai war viel zu schwach, um sich noch dagegen zu wehren.Jetzt konnte Zahn weder zubeißen noch wegschwimmen.
"Danke, Ihr Zwei!", bedankten sich die Fünf.
"Keine Ursache!"
"Ich will zum Doc!". blubberte der Hai schwach.
"Jahaah, aber zu dem in unserem Unterwassergefängnis! Und danach darfst Du mehrere Jahre im Knast ausschließlich Algen und Plankton futtern. Guten Appetit schon mal!"
Als die Delfine den fiesen Kerl hinter sich her nach draußen zogen, sahen die fünf Freunde ihnen noch lange nach. Der Hai würde sie nicht mehr jagen. Jetzt durften sie ohne Angst spielen und glücklich sein.