Essener Impressionen 2 , - Das HDT
Von
Maawio
Freitag 04.10.2019, 10:23 – geändert Freitag 04.10.2019, 10:28
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Hallo Zusammen
Gerne nehme ich bei einem Trip durch meine Heimatstadt meine Kamera mit, denn durch den Sucher der Kamera entdeckt man Detail, die man oft leicht übersieht.
Ein Gebäude gegenüber des HBF's in Essen, fällt dem Besucher direkt durch seinen klaren Baustil und die markanten Arkadenbögen auf…
Das Haus der Technik
Stadtkern, Hollestrass 1
Gegen über dem Hauptbahnhof
Das Haus der Technik, kurz HDT, ist Deutschlands ältestes, unabhängiges Weiterbildungsinstitut mit Sitz in Essen und Zweigstellen in Berlin und München.
Das von Edmund Körner entworfene, seit 1987 denkmalgeschützte Essener Stammhaus befindet sich nördlich des Essener Hauptbahnhofes und diente bis 1934 der damaligen Essener Börse.
Die Gründung des HDT geht auf das Jahr 1909 zurück. Auf einer Versammlung der von ihm gegründeten Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft für die Exakten Wissenschaften wies Heinrich Reisner auf die Notwendigkeit der Weiterbildung von Ingenieuren hin.
1912 beschloss die Gesellschaft in Essen eine Fortbildungseinrichtung zu diesem Zwecke zu gründen. Aber erst durch die ebenfalls von Reisner zusammen mit dem Essener Oberbürgermeister Hans Luther, sowie dem Chemiker Franz Fischer und dem Bankier Wilhelm von Waldthausen im Jahre 1919 gegründete und noch heute bestehende Gesellschaft für Wissenschaft und Leben im rheinisch-westfälischen Industriegebiet als neue Dachgesellschaft für die wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Bestrebungen konnte schließlich das angestrebte Fortbildungsinstitut als Haus der Technik im Gebäudetrakt der Essener Börse eingerichtet und am 21. November 1927 feierlich eröffnet werden.
Am 9. Januar 1930 wurde dann der gleichnamige Verein gegründet. Der vom Essener Bildhauer Will Lammert geschaffene Skulpturenschmuck fiel als Entartete Kunst bis auf zwei aus der Ostwand ragende Köpfe der Zerstörungswut der Nationalsozialisten zum Opfer.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das HDT am 5. März 1943 bei einem Bombenangriff vollkommen zerstört. Dieser Zerstörung fiel auch die Bibliothek und die Patentschriftenstelle zum Opfer. Noch bevor das Gebäude wieder aufgebaut worden war, fand am 24. April 1946 die erste Vorlesung nach dem Krieg statt. Im selben Jahr richtete die RWTH Aachen hier eine ihrer Außenstelle ein.
Der eigentliche Wiederaufbau wurde zwischen 1951 und 1953 durchgeführt. Hierbei fand eine Aufstockung um ein Stockwerk statt und wurde die optische Gestaltung der Arkaden verändert, was seinerzeit nicht unumstritten war. Das heutige Gebäude verfügt, nach dem Umbau des alten Börsengebäudes, über 40 Seminarräume und Tagungssäle mit Kapazitäten zwischen 10 und 570 Teilnehmerplätzen mit moderner Tagungstechnik
Bis bald mal wieder, Eure Maawio
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