Wanderung im Basteigebiet durch den Griesgrund
Am 17.08.2017 hatten sich 20 Wanderfreunde eingefunden, darunter ein neues Mitglied, Dietmar (didiwurmi) und Klaus als Gast, um mit den Wanderführern Karin und Lothar ab Bahnhof Stadt Wehlen dieses Mal eine anspruchsvolle Tour zu meistern.
Zuerst mussten wir per Fähre die Elbe überqueren, um ans rechtselbische Ufer zu gelangen. Hier und noch mehrere Male unterwegs nutzten Wanderfreunde heute besondere Anlässe, wie z. Bsp. Geburt eines Enkels, Geburtstag, Wiedersehen nach langer Pause oder Einstand, um gemeinsam mit einem Gläschen anzustoßen oder Süßigkeiten zu naschen. Es wurden also mehrfach die Gelenke geschmiert.
Gestärkt marschierten wir in Stadt Wehlen elbaufwärts, dann hinauf zum Einstieg in den Schwarzberggrund, der normalerweise relativ bequem über Stufen zum Steinernen Tisch führt.
Aber dieser Weg war heute nur für die übrigen Touristen, denn wir liefen weiter auf dem Haldenweg bis zum Beginn des Bergpfades, der hinauf in den Griesgrund führt. Das Gelände unterwegs ist von vielen Hütten und Häusern gesäumt, die noch aus der DDR-Zeit stammen, Ferienobjekte von Betrieben waren und nun leider teilweise dem Verfall preisgegeben sind.
Das grüne Dreieck am Lichtmast, das hinter Bäumen und Sträuchern schwer zu finden ist, zeigt uns den Weg.
Zuerst stieg der Pfad steil über steinerne Stufen an, dann leicht eben ein Stück über Sand- und Waldboden bis zur kleinen Kletterei. Der Weg führte über große Steine mit oftmals hohen Schrittabständen, über Wurzeln und etwas Geröll, entlang der feuchten und bemoosten Wände in dem Taleinschnitt von unten (Haldenweg) nach oben (Fremdenweg).
Mit Geschick, etwas Mut und gegenseitiger Hilfe gelangten alle mehr oder weniger schwitzend gut nach oben und das Geländer am Fremdenweg wurde zu einer willkommenen Pause genutzt. Die "Gebrauchsspuren" an mancher Hose wurden einfach ignoriert!
Nach einer kleinen Rast am „echten“ Steinernen Tisch, an dem schon angeblich August der Starke gesessen hat, gingen wir in Richtung Bastei bis zum Kiosk „Günther“, wo wir aus dem Rucksack bzw. den Speisen und Getränken des Kiosks unsere Mittagspause einlegten.
Frohen Mutes liefen wir anschließend gemütlich bis zum Einstieg in die Schwedenlöcher. Gut vorbereiten konnten wir uns auch hier noch einmal mit einem alkoholgefüllten Gläschen.
Obwohl es ab nun nur noch bergab ging, mussten natürlich die Stufen und Absätze im Stein gut beobachtet werden, um nicht auszurutschen. Die uns entgegenkommenden Wanderer hatten neben unseren Problemen noch den kräftezehrenden Aufstieg zu bewältigen
Unten angekommen, war es nur noch ein Spaziergang im Amselgrund.
Vorbei an den einzelnen Aufstiegen zur Bastei, dem Eingang in die Felsenbühne Rathen, dem Amselsee mit dem rückwärtigen Blick zur Lokomotive, bis zum Erholungsort Rathen liefen wir nun in gemächlichem Tempo.
Hier beim „Hermann“ wurden bei Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien die aufgebrauchten Kalorien wieder aufgetankt. Mit Fähre und Zug gelangten alle zu ihren Ausgangspunkten.
Wir als Organisatoren schätzen ein, dass die anspruchsvolle Wanderung im Herzen der Sächsischen Schweiz allen Teilnehmern gefallen hat und viele neue, teilweise erstmalige Eindrücke übermittelt wurden.
Ein großes Lob nochmals allen Wanderfreunden für die gezeigte Leistung!
Und wem es noch nicht zu schwer war, der 2. Taleinschnitt nach oben, der Hirschgrund - etwas weiter in Richtung Rathen hinauf zur Bastei, wäre für Mutige eventuell ein Ziel im nächsten Jahr.
Bericht: Lothar (limpe)
Fotos, Collagen und Zusammensetzung: Karin (schlecki)
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