Radtour an der Zwickauer Mulde
Im Jahr 2018 hatten wir uns für eine Radtour entschieden. Im Juli ging es für eine Woche auf dem Drahtesel durch die schöne Landschaft entlang der Zwickauer Mulde. Wir, das waren Marianne (Lilium27) und Inge (Kohlfink) von Feierabend und Manfred als männlicher Beistand. Alle drei waren gut mit E-Bikes und Packtaschen ausgerüstet.
Mit dem Zug sind wir nach Zwickau gefahren und haben uns in der Stadt umgesehen. Ein Besuch des Schumann-Museums war Pflicht.
Ziel am nächsten Tag war Rochsburg. Die Städte Glauchau und Waldenburg lagen am Weg und wir besuchten sie. Diese Gegend weist einige Anstiege auf. Ganz begeistert waren wir vom flussnahen Radweg.
Wie ruhig die Mulde dahin floss, ganz einfach idyllisch.
Im „Muldenschlösschen“ in Rochsburg nahmen wir Quartier. Bei einem Gläschen Rotwein auf der Terrasse genossen wir den Anblick der angestrahlten Rochsburg.
Bei Regen ging es am nächsten Tag nach Lunzenau und in Richtung Wechselburg. Petrus erbarmte sich unser und drehte den Wasserhahn wieder zu. Ein Besuch der Basilika in Wechselburg lohnte sich. Die Akustik ist toll.
So radelten wir fröhlich nach Rochlitz, besuchten die Burg und erfreuten uns am Anblick des Schlosses in Colditz. Dieses diente im 2. Weltkrieg als Gefangenenlager.
Ein paar Kilometer weitergefahren, und wir haben uns den Zusammenfluss von Zwickauer und Freiberger Mulde bei Zermuth angesehen. Vorbei an der Klosterruine Nimbschen (Katharina von Bora, Luthers Frau) bis nach Grimma ging die Fahrt.
Die kommende Etappe führte uns bis Bad Düben. Von Wurzen waren wir überrascht, wie hübsch die Kleinstadt nahe Leipzig mit Schloss und Markt ist.
Die Landschaft nach Wurzen wird flacher, aber auch reizvoll. Durch Eilenburg hindurch und an das andere Ufer der Mulde mit dem singenden Fährmann übergesetzt, gelangten wir nach Bad Düben. Natürlich sahen wir uns die Kureinrichtungen an.
Nach Bad Düben haben wir die Mulde verlassen und uns auf dem Torgischen Weg nach Torgau begeben. Durch ein größeres Waldgebiet mussten wir den Weg finden.
Für unsere Mühe belohnte uns die kleine Stadt Torgau mit ihrem Schloss und hübschen Häusern. Mit Torgau ist vor allem die Reformation verbunden.
Bis zu unserm Quartier fuhren wir auf dem Elbradweg bis Belgern.
Über unseren Schlaf hat der Roland von Belgern gewacht.
Bereits in Belgern haben wir Heimatluft geschnuppert. Deshalb ging es schnell auf dem Elbradweg über Riesa ins Meißner Land. Ab Seußlitz konnten wir eine hüglige Landschaft erleben. Bevor wir Coswig, unseren Wohnsitz, erreichten, begrüßte uns bei herrlichem Sonnenschein die Stadt Meißen mit Schloss und Dom.
Die Tour ist sehr zu empfehlen. Sie ist flussnah angelegt, bietet einige Sehenswürdigkeiten und ist nicht überlaufen.
Und uns bleiben sehr schöne Erinnerungen. Inge (Kohlfink)
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