Vom Wilden Mann zur Oberlößnitz
Am 23. Oktober 2025 trafen sich 10 Wandersleute um von der Endstation der Linie 3 Wilder Mann nach Oberlößnitz zu wandern.
Gleich zu Beginn sahen wir das ehemalige Gasthausgebäude Wilder Mann. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Ausflugsziel, Reservelazarett im 2. Weltkrieg, nach 1945 Parteischule, ab 1969 vom Fernsehen genutzt, wurde es 2007 zum Wohnhaus umgebaut.
Wir bogen in den Panoramaweg ein. Oberhalb der Kleingärten hatten wir eine schöne Aussicht auf Dresden sowie u. a. den Fernsehturm und Windberg.
Das gesamte Gelände links vom Panoramaweg wurde zwischen 1937 und 1991 militärisch genutzt. Heute befindet sich hier das Berufsförderungswerk Dresden. Hier können sich behinderte Menschen beruflich neu orientieren und qualifizieren.
Erhalten aus der alten Zeit ist noch das ehemalige Offizierscasino. Es wird jetzt als Seminarraum genutzt.
Weiter führte unser Weg durch die Junge Heide, einem Ausläufer der Dresdner Heide. Wir meisterten viele Auf- und Abstiege bis zur "Baumwiese", einer bekannten Ausflugsgaststätte. Sie wird derzeit zum Wohnhaus umgebaut.
Nach kurzem Waldweg erreichten wir den Eingang zum Fiedlergrund. Gleich rechts befindet sich ein Wohnhaus welches früher eine Heilstätte für Lungenkranke war.
Hier machten wir Rast für eine Picknickpause im Stehen. Leider gab es am gesamten Wanderweg keine geeignete Rastmöglichkeit.
Der buchenreiche Fiedlergrund zeigte sich in schöner Laubfärbung. Wir nahmen den Aufstieg in Richtung Wahnsdorf und strebten die "Blechburg" an, einen ehemaligen Aussichtsturm, der durch Brandstiftung zerstört wurde. Hier machten wir eine Trinkpause, der Regen holte uns ein und begleitete uns bis zum Ende unserer Tour.
Wir folgten dem Wanderweg durch den einstigen Englischen Park an der Hangkante. Unter uns das ehemalige Weinanbaugebiet, das durch den Einfall der Reblaus vernichtet wurde.
Nun kamen wir zur "Albrechtshöhe" mit ihrem tollen Blick über die Oberlößnitz nach Dresden und weiter in die Ferne.
Dann ging es einen gut gesicherten Weg hinab. Am Ende steht, zur Erinnerung an den Weinbau die Skulptur einer steinernen Reblaus.
Mit Blick auf die Weinberge ging es an neuen Einfamilienhäusern vorbei. Hier konnten wir einen Blick auf das ehemalige Bilz-Sanatorium werfen. Im Schweizerstil erbaut, wird es heute als Wohnhaus genutzt.
Bergab ging es die Eduard-Bilz-Straße, auf deren Platz die Edelstahlplastik "Nymphe" steht.
Statue "Nymphe" mit Trinkbrunnen
Ein kleiner Abstecher führte uns zur „Villa Sorgenfrei“, einem ehemaligen Herrensitz im Dresdner Zopfstil erbaut.
Nun war es auch nicht mehr weit bis zu unserem Ziel. In der Bäckerei Claus wartete ein leckeres Kaffeetrinken auf uns.
Damit ging für uns ein interessanter und erlebnisreicher Ausflug nach rund 10 km zu Ende.
Wir bedankten uns bei Karin (Karogo) für die Organisation und Durchführung.
Bericht: Karin
Fotos: Wolfgang (erzer)
Zusammenstellung: Angelika (GeliZ)
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