Ein Ausflug in die Königsbrücker Heide
Am 6. August 2026 trafen sich 22 Mitglieder unserer Regionalgruppe zu einer Tour durch das Naturschutzgebiet (NSG) Königsbrücker Heide, um dort die Heideblüte zu erleben. Wanderliesel hatte diesen Ausflug vorgeschlagen, Brigitte (pentina) und Wolfgang (erzer) haben ihn organisiert.
Der Zug brachte uns nach Königsbrück, und nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir am Verwaltungsgebäude des Naturschutzgebietes an, das dem Sachsenforst angeschlossen ist. Dort hatten wir noch etwas Zeit, um unter dem großen Baum mit der Rundbank ein kleines Picknick einzunehmen.
Mario Opitz begrüßte uns und zeigte uns einen kurzen Film über das, was uns erwarten würde. Er informierte uns über die Gepflogenheiten in einem Naturschutzgebiet und über das Besondere an der Königsbrücker Heide.
Es handelt sich hier um einen ehemaligen Truppenübungsplatz, den das Militär von 1906 bis 1992 intensiv nutzte. In der mehr als 80-jährigen Nutzung wurde die Natur völlig zerstört. 2007 übernahm der Sachsenforst das Areal. Es wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier kann man erleben, wie sich die Natur diese Flächen immer mehr zurückerobert.
Nun übernahm der Naturpark-Ranger Martin unsere Gruppe.
Wir bestiegen den kleinen Geländebus, der von Gabi gefahren wurde. Wie auf einer Safari schaukelten wir durch die Landschaft, die Ranger Martin uns nun erklärte.
Wir tauchten ein in einen dichten Wald aus Moorbirken und Eichen mit Gras- und Buschlandschaft. Auf einer großen Lichtung war unser erster Ausstieg.
Ranger Martin erklärte uns die verschiedenen Vegetationszonen des Gebiets und welche Tiere und Pflanzen sich dort angesiedelt haben.
Am Otterbach haben sich die Biber angesiedelt und sorgten dafür, dass sich das Areal in ein Feuchtgebiet verwandelte. Auf Holzstegen gelangten wir auf ein Plateau mitten im Schilf. Wir lauschten Vogelstimmen, die Ranger Martin dann mit einer Vogelstimmen-App bestimmte.
Er erklärte uns auch einiges über den Biber, der hier vorkommt. Er hat Konkurrenz vom Nutria bekommen. Allerdings werden die beiden Populationen von den Wölfen, die hier leben, in Schach gehalten. Sie sind für die Wölfe leichte Beute.
Unser nächster Blick galt der Sanddünenlandschaft. Hier werden Bäume bewusst entnommen, um Pflanzen und Tieren, die hier vorkommen, einen Überlebensraum zu bieten. Hier gibt es viele Insekten, Flechten, Ginster und natürlich auch Heidekraut.
Mit Ranger Martin hatten wir auch die Möglichkeit, über einen kleinen Pfad durch die Heidelandschaft zu laufen und das zarte Lila der beginnenden Heideblüte zu bewundern, Insekten zu sehen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.
Wieder stiegen wir in den Geländebus und schaukelten unserer letzten Station entgegen.
Durch die lichten Heidewälder mäandert die Pulsnitz.
An einer kleinen Brücke machten wir Halt. Hier erfuhren wir, dass der Bach seinem natürlichen Flusslauf überlassen wird, welche Pflanzen hier wachsen, dass es Krebse gibt und sogar Fische – die haben wir gesehen.
Wolfgang bedankte sich bei Gabi und Ranger Martin für die lockere, unterhaltsame Art, mit der sie uns das Thema Renaturierung anhand der Königsbrücker Heide näher gebracht haben. Wir wurden sogar noch direkt zum Bahnhof gefahren, von wo aus wir zufrieden unsere Heimfahrt antraten.
Für die Fahrt zum Bahnhof hieß es, noch einmal einsteigen.
Wanderliesel hatte die Idee für diese Tour, die die Gruppe vor vielen Jahren schon einmal durchgeführt hat.
Leider konnte sie an diesem Tag nicht daran teilnehmen.
Herzlichen Dank an Brigitte und Wolfgang für die Organisation.
Danke auch an Evi (Tschap1), die für uns den Bericht geschrieben hat.
Fotos: Brigitte, Wolfgang, Angelika (GeliZ)
Zusammenstellung: Angelika
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