Natur erleben in der Königsbrücker Heide
Am 6. August trafen wir uns zu einer Tour durch das Naturschutzgebiet (NSG) Königsbrücker Heide, um dort die Heideblüte zu erleben. Wanderliesl hatte diesen Ausflug vorgeschlagen, Brigitte und Wolfgang haben ihn organisiert.
Der Zug brachte uns nach Königsbrück, und nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir am Verwaltungsgebäude des Naturschutzgebietes an, das dem Sachsenforst angeschlossen
ist. Dort hatten wir noch etwas Zeit, um unter dem großen Baum mit der Rundbank ein kleines Picknick einzunehmen.
Mario Opitz begrüßte uns und zeigte uns einen kurzen Film über das, was uns erwarten würde.
Er informierte uns über die Gepflogenheiten in einem Naturschutzgebiet und über das Besondere an der Königsbrücker Heide.
Es handelt sich hier um einen ehemaligen Truppenübungsplatz, den das Militär von 1906 bis 1992 intensiv nutzte. In der mehr als 80-jährigen Nutzung wurde die Natur völlig zerstört.
2007 übernahm der Sachsenforst das
Areal. Es wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier kann man erleben, wie sich die Natur diese Flächen immer mehr zurückerobert.
Nun übernahm der Naturpark-Ranger Martin unsere Gruppe.
wir durch die Landschaft, die Ranger Martin uns nun erklärte.
Wir tauchten ein in einen dichten Wald aus Moorbirken und Eichen mit Gras- und
Buschlandschaft. Auf einer großen Lichtung war unser erster Ausstieg. Ranger Martin erklärte uns die verschiedenen Vegetationszonen des Gebiets und welche Tiere und Pflanzen sich dort angesiedelt haben.
Am Otterbach haben sich die Biber angesiedelt und sorgten dafür, dass sich
das Areal in ein Feuchtgebiet verwandelte.
Auf Holzstegen gelangten wir auf ein Plateau mitten im Schilf. Wir lauschten Vogelstimmen, die Ranger Martin dann mit einer Vogelstimmen-App bestimmte.
Weiter führte der interessante Weg wieder auf Holzstegen. Man musste gut aufpassen, nicht nach rechts oder links zu kippeln.
vom Nutria bekommen. Allerdings werden die beiden Populationen von den Wölfen, die hier
leben, in Schach gehalten. Sie sind für die Wölfe leichte Beute.
Unser nächster Blick galt der Sanddünenlandschaft. Hier werden Bäume bewusst entnommen, um Pflanzen und Tieren, die hier vorkommen, einen Überlebensraum zu bieten. Hier gibt es viele Insekten, Flechten, Ginster und natürlich auch Heidekraut.
Mit Ranger Martin hatten wir auch die Möglichkeit, über einen kleinen Pfad
durch die Heidelandschaft zu laufen und das zarte Lila der beginnenden Heideblüte zu bewundern, Insekten zu sehen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.
Durch die lichten Heidewälder mäandert die Pulsnitz. An einer kleinen Brücke
machten wir Halt. Hier erfuhren wir, dass der Bach seinem natürlichen Flusslauf überlassen wird, welche Pflanzen hier wachsen, dass es Krebse gibt und sogar Fische – die haben wir gesehen.
Wolfgang bedankte sich bei Gabi und Ranger Martin für die lockere, unterhaltsame Art, mit der sie uns das Thema Renaturierung anhand der Königsbrücker Heide nähergebracht haben.
Wir wurden sogar noch direkt zum Bahnhof gefahren, von wo aus wir zufrieden unsere Heimfahrt antraten.
Herzlichen Dank an Wanderlisl für die gute Idee. Schade, dass sie aus gesundheitlichen Gründen selbst nicht teilnehmen konnte.
Dank auch an Brigitte und Wolfgang für die Organisation.
Ein großes Lob für Evi (Tschap1), die sich zum Schreiben des Berichts bereiterklärte.
Fotos: Angelika (GeliZ) und Wolfgang (erzer)
Zusammenstellung: Angelika (GeliZ) mit kleinen Veränderungen von Karin (elka46)
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