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Risiko RSV-Infektion: So kann das Virus ältere Menschen mit Vorerkrankungen belasten

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) wird oft mit gefährlichen Atemwegserkrankungen im Kindesalter in Verbindung gebracht. Tatsächlich kann der Erreger jedoch auch bei älteren Menschen schwere Infektionen auslösen. Das gilt besonders, wenn bei ihnen Vorerkrankungen bestehen.

Älterer Mann, der sich die Nase putzt


RSV unter der Lupe

Bei RSV handelt es sich um einen Atemwegserreger, der vor allem über Tröpfchen in der Luft übertragen wird. Gerade in der kälteren Jahreszeit, wenn sich viele Menschen in Innenräumen aufhalten, steigt daher das Ansteckungsrisiko. Besonders tückisch: Ist eine RSV-Infektion überstanden, sind Betroffene dem Erreger gegenüber nicht immun. Im Laufe des Lebens kann es immer wieder zu einer Ansteckung kommen. Bei ansonsten gesunden Erwachsenen zeigt sich das typischerweise mit Symptomen wie Schnupfen, Husten und Fieber. Für bestimmte Gruppen stellt das Virus aber eine potenzielle Gefahr dar. Sie können deutlich schwerer erkranken. Das gilt zum Beispiel für ältere Erwachsene, insbesondere wenn sie mit bestimmten Vorerkrankungen leben.


Warum Vorerkrankungen das Risiko erhöhen können

Im Alter ist das Immunsystem weniger leistungsfähig und Vorerkrankungen belasten den Organismus oft zusätzlich. Das macht den Körper bei einer RSV-Infektion anfälliger für schwere Verläufe. Dr. Justus de Zeeuw, Facharzt für Pneumologie aus Köln, betont: „Grob geschätzt leben hierzulande zwischen fünf bis zehn Millionen Menschen über 60 mit einer Grunderkrankung, die das Risiko für eine schwere RSV-Infektion erhöht. Das ist eine Menge.“ Zu den Vorerkrankungen, die schwere RSV-Infektionen begünstigen können, zählen unter anderem chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Die Kombination aus weniger aktivem Immunsystem und chronischen Grunderkrankungen im Alter erhöht das Risiko für schwere RSV-Infektionen.“

Dr. Justus de Zeeuw


Mögliche Folgen eines schweren Verlaufs

Infizieren sich vorerkrankte ältere Menschen mit RSV, sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung möglich. Unter Umständen müssen Betroffene sogar im Krankenhaus überwacht und zum Beispiel mit Sauerstoff versorgt werden. Zudem können sich Vorerkrankungen wie Asthma infolge der Infektion akut und längerfristig verschlechtern. „Menschen mit einer chronischen Atemwegserkrankung berichten mitunter, dass sie seit der Infektion nicht mehr ohne Pause die Treppe hochkommen. Sie können nicht mehr zügig gehen und merken andauernd, dass sie langsam machen müssen – obwohl das vorher nicht so war“, erläutert Dr. de Zeeuw und ergänzt: „Die Verschlechterung der Atembeschwerden kann bei vorbestehenden Erkrankungen wie Asthma zum Dauerzustand werden.“

„Am schlausten ist es, sich gegen RSV impfen zu lassen. Denn: Die RSV-Impfung reduziert das Risiko für einen schweren Verlauf.“

Dr. Justus de Zeeuw


Schutzmöglichkeiten durch eine Impfung

Ältere Dame mit einem Pflaster auf dem Oberarm

Da eine RSV-Infektion ältere Menschen mit Vorerkrankungen schwer belasten kann, sind vorbeugende Maßnahmen für sie besonders entscheidend. Eine wichtige Schutzoption ist die RSV-Impfung. Sie kann das Risiko für schwere Krankheitsverläufe im Alter senken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung für alle Personen ab 75 Jahren sowie allen Menschen ab 60 Jahren, die mit bestimmten schweren Vorerkrankungen wie chronischen Herz- oder Lungenkrankheiten leben. Auch Bewohnern von Pflegeeinrichtungen ab 60 Jahren rät die Kommission zur Impfung. Zusätzlich zur Impfung sind Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und in Menschenansammlungen Abstand zu halten sinnvoll. Sie können das Ansteckungsrisiko senken.

Weiter zum RSV-Quiz

RSV kann in jedem Alter Atemwegsinfekte auslösen. Teste jetzt, wie gut du über Risiken und Schutzoptionen Bescheid weißt!


NP-DE-AVU-ADVR-260009 (05/2026)
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