Das goldene Mainz
Am 25.08.2026 erlebten wir Mainz im Rahmen einer Führung mit dem Motto „Das goldene Mainz“.
Das Wetter war leider nicht optimal, aber die Feierabendgruppe lässt sich nicht so leicht entmutigen. Es war bedauerlich, dass nur wenige Mitglieder der Feierabendgruppe Mainz dabei waren. Es gab kurzfristige Absagen aus Mainz, da die Führung eine Mischung der beiden Gruppen vorsah und anschließend ein Besuch im Eisgrub-Brau geplant war.
Auf dem Foto die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
Mein Dank geht an Frau Monika Hänfler-Lohn für die Führung "Das goldene Mainz"
Die Heunensäule. Gelangte 1975 auf den Mainzer Markt, kurz vor der Einweihung der neu gestalteten Domplätze, dem Markt, dem Liebfrauenplatz und dem Höfchen. Die Stadt Miltenberg trennte sich nur schweren Herzens von der Säule, jedoch glaubte der damalige Bürgermeister der Stadt, "die Säule sei auf historischem Boden gut aufgehoben." Mit ihrer Ummantelung aus Bronze erzählt die Heunensäule zugleich viele Episoden aus der Stadtgeschichte.
Die Kurzgeschichte des Mainzer Doms.
Anfang (um 975): Erzbischof Willigis begann den Bau als Zeichen seiner Macht im Heiligen Römischen Reich.
Brand und Wiederaufbau (1009): Am Tag der geplanten Weihe im Jahr 1009 brannte der Dom ab. Er wurde danach wieder aufgebaut.
Romanischer Stil: Der Dom ist eine große romanische Pfeilerbasilika mit zwei Chören (Ost- und Westchor).
Brände und Kriege: Über die Jahrhunderte wurde der Dom oft beschädigt, brannte mehrfach, wurde aber immer wieder repariert und im Stil der jeweiligen Zeit (Romanik, Gotik, Barock) ergänzt.
Heutige Gestalt: Nach Schäden um 1800 und im 19. Jahrhundert erhielt der Dom seinen heutigen neoromanischen Vierungsturm.
Patron: Er ist dem heiligen Martin von Tours geweiht, dessen Statue seit 1769 auf dem Dach des Westchores wacht. Heute ist der Dom die Bischofskirche des Bistums Mainz.
Innenhof des Dom St. Martin.
Die Gruppe hört den spannenden Geschichten zu.
Eisenturm. Von den einst 34 Tor- und Wachtürmen der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind heute nur noch drei erhalten: der Alexanderturm, der Holzturm und der um 1240 errichtete Eisenturm, der als steinernes Zeugnis jener Epoche gilt und seinen Namen dem früher am Rheinufer abgehaltenen Eisenmarkt verdankt. Im Laufe der Jahrhunderte diente der Eisenturm wechselnden Zwecken – vom Torturm über ein Militärgefängnis bis hin zu einem Ort für Kunstausstellungen. Heute liegt er zwischen dem Rathaus, der Rheinstraße und dem Einkaufszentrum Am Brand und strahlt nach wie vor mittelalterlichen Charme aus. Der 1975 gegründete Kunstverein Eisenturm Mainz e. V. nutzt den Turm als Ausstellungsraum und ermöglicht es Besuchern, historische Atmosphäre zu erleben und gleichzeitig zeitgenössische Kunst zu entdecken. Informationen zu aktuellen Ausstellungen und Öffnungszeiten finden sich auf der Website des Vereins.
Ein Blick vom Jockel Fuchs-Platz auf das Rathaus, sowie Dom St. Martin.
Römerschiffe.
In den Jahren 1981/82 wurden bei Ausschachtungsarbeiten für das Hilton II Gebäude in der Mainzer Löhrstraße die Wracks mehrerer römischer Schiffe gefunden. Die wichtigsten Entdeckungen sind fünf römische Kriegschiffe deren Bau und Nutzung mit Hilfe der Dendrochronolkogie verschiedene Zeiträume im gesamten 4. nachchristlichen Jahrhundert datiert wurde. Der Verwesungszustand des Holzes machten eine genau zeitliche Einordnung einzelner Funde sehr schwierig. Im Wesentlichen wurden neben zahlreichen Lastkähnen und anderen Transportschiffen zwei unterschiedliche Typen von militärischen Gefährten ausgegraben. Die schlanken Ruderboote von Typ I mit einer Reihe Ruder auf jeder Seite fanden vermutliche Verwendung als schnelle Mannschaftstransporter. Typ II, mit seiner etwas klobigeren Bauart, wurde als Patrouillenschiff identifiziert. Beide Schiffstypen konnten auch gesegelt werden.
Theodor-Heuss-Brücke.
Seit 1885 verbindet die Theodor-Heuss-Brücke Mainz mit Kastel und überspannt dabei den Rhein. Die markante Stahlbogenkonstruktion prägt das Stadtbild und zählt bis heute zu den wichtigsten Übergängen über den Fluss – für Autos, Radfahrende, Jogger und Spaziergänger gleichermaßen.
Fachwerk.
Inmitten eines Ensembles aus Fachwerk, Sandstein und Kopfsteinpflaster steht das Haus zum Aschaffenberg. Dieses älteste bekannte Mainzer Fachwerkhaus entstand um 1500. Der spätmittelalterliche Vorläuferbau wird erstmals 1448 in einer Urkunde im Zusammenhang mit Johannes Gutenberg erwähnt.
1. Gasthausbrauerei.
Das hausgebraute, naturtrübe Bier allein ist schon Grund genug, die urige Gastwirtschaft in der Altstadt aufzusuchen. Dieser Ansicht waren auch schon Herr Gorbatschow und Herr Genscher bei einem gemeinsamen Aufenthalt in Mainz und kehrten kurzerhand - und sehr zur Freude der übrigen Gäste - ins Eisgrub-Bräu ein.
Bis zur Entwicklung der Eismaschine waren hier die Eiskeller der Stadt. Im zweiten Weltkrieg dienten die Räumlichkeiten als Luftschutzraum, später kurze Zeit als Weinlager. 1989 eröffnete in den denkmalgeschützten Gewölbekellern von 1872 die 1. Mainzer Gasthausbrauerei.
Ein schöner Tag geht zu Ende und wir haben Spannendes über Mainz erfahren, aber auch gespürt: Mainz sollte man mit viel Zeit noch einmal besuchen.
Auch den Besuch des Eisgrub-Brau Mainz können wir sehr empfehlen. Ich hatte zu kämpfen mit meiner sehr leckeren Haxe.
Mein besonderer Dank geht wie immer an die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
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