Geldmuseum
Wieder einmal war die Feierabendgruppe Darmstadt sowie Gäste anderer Gruppen unterwegs und besuchte in Form einer Führung am 14.04.2026 das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt.
Auf dem Foto die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
Unser besonderer Dank geht an Frau Christiane Schleicher, die uns mit Begeisterung auf eine Reise durch das Geldmuseum mitgenommen hat.
Eine große Frage der Menschheit...
Unsere Führung hatte das Motto:
Von Blüten und falschen Fuffzigern – Geldfälschungen damals und heute
Seit es Geld gibt, wird es auch gefälscht. Wir machen eine Reise durch die Geschichte der Geldfälschung und erfahren Sie mehr über die Methoden der Fälscher und wie Sie sich davor schützen können.
Woher kommen die Begriffe?
Umgangssprachliche Bezeichnungen für Falschgeld haben oft historische Wurzeln:
Blüten: Dieser Begriff stammt vermutlich aus dem Mittelhochdeutschen. Eine Theorie führt ihn auf das Wort „blate“ (Platte) zurück, da frühe Fälscher Zinnplatten mit Gold überzogen. Eine andere Theorie besagt, dass polierte, minderwertige Münzen „Blede“ genannt wurden, woraus sich „Blüte“ entwickelte.
Falscher Fuffziger: Die Redewendung bezeichnet heute unaufrichtige Menschen, geht aber auf echte Kriminalfälle zurück. 19. Jahrhundert: In Berlin brachte eine Bande gefälschte preußische 50-Taler-Scheine in Umlauf. 20. Jahrhundert: In den 1920er Jahren waren die 50-Pfennig-Münzen aufgrund ihrer schlechten Prägung besonders leicht zu fälschen. Heute: Der 50-Euro-Schein ist statistisch gesehen die am häufigsten gefälschte Banknote in Deutschland
Historie und Entwicklung (damals und heute)
Ursprung: Das Wort „Blüte“ für Falschgeld leitet sich wohl vom mittelhochdeutschen „Blate“ (Zinnplatten) ab, mit denen Münzen überzogen wurden.
Früher: Münzfälschung war wegen des Edelmetallwerts im Mittelalter weit verbreitet.
Heute: Fälscher nutzen professionelle Techniken wie Offsetdruck oder verkaufen Blüten über das Darknet, wobei ein Großteil der Euro-Fälschungen aus Italien stammt.
Trends: Laut EZB-Daten schwanken die Falschgeldzahlen, aber der Schaden durch "falsche Fuffziger" (50-Euro-Scheine) und große Scheine (200, 500 Euro) ist weiterhin hoch.
Methoden der Fälscher
Klassisch: Hochwertiger Druck auf fast echtem Papier.
Kurios: Mit Buntstiften gemalte Scheine oder einseitige Kopien, die bei Hektik (z.B. Fasching) in Umlauf gebracht werden.
Betrugsmasche: Kleine Artikel mit großen Blüten (z.B. 50 Euro) kaufen, um echtes Wechselgeld zu erhalten.
Sicherheitsmerkmale erkennen
Fühlen: Das Papier ist griffig und fest; das Hologramm ist spürbar
Sehen: Im Gegenlicht werden das Wasserzeichen und der Sicherheitsfaden sichtbar.
Kippen: Die Farbe der Zahl auf der Rückseite ändert sich (von Smaragdgrün zu Tiefblau).
Verdächtige Banknoten sollten sofort bei der Polizei gemeldet werden, da Falschgeld nicht ersetzt wird und der Geschädigte auf dem Schaden sitzen bleibt.
Hier sind die Details zur Falschgeldsituation (basierend auf den Daten für 2025, veröffentlicht Anfang 2026):
Rückgang bei 500-Euro-Scheinen: Trotz des Rückgangs blieb der 50-Euro-Schein der am häufigsten gefälschte Schein, während die Fälschungen von 200- und 500-Euro-Banknoten deutlich zurückgingen. Häufigkeit: Rechnerisch entfielen im Jahr 2025 acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. 1. Halbjahr 2025: In der ersten Jahreshälfte 2025 wurden rund 36.600 falsche Banknoten registriert, was einen Anstieg um 8 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2024 darstellte.Schadenssumme: Insgesamt ist das Falschgeldaufkommen im Vergleich zu früheren Jahren eher niedrig.
Obwohl die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 einen Rückgang zeigten, warnen Behörden regelmäßig vor einer erhöhten Wachsamkeit bei der Annahme von Bargeld.
Falschgeld: Prüfen sie selbst.
Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt zeigt seltene antike Münzen, darunter Stücke aus Kleinasien (Elektron-Münzen, ca. 7. Jh. v. Chr.) sowie Repliken der frühen Phanes-Münzen. Zu den Highlights zählen antike griechische Münzen, römische Währungen und das extrem seltene „Brutus-Gold“ (43/42 v. Chr.), eine der wertvollsten Goldmünzen der Welt.
Der Goldbarren ist im Vergleich zu der Zehnjährigen winzig, wiegt aber genau die Hälfte von Keyla. Durch eine Öffnung können die Besucher des neu eröffneten Geldmuseums der Bundesbank den 12,5 Kilo schweren Klumpen anfassen und drehen. Der Barren ist etwa 400 000 Euro wert und das Prunkstück des neuen Museums.
Der "Sex"-Schein der Seychellen: Bei der 50-Rupien-Banknote der Seychellen, die im Juli 1968 herausgegeben wurde, ist in den Palmwedeln hinter Königin Elisabeth II. der Schriftzug "SEX" versteckt. Es handelt sich um eine versteckte Botschaft ("Hidden Message") im Design, die von der Künstlerin Wendy Veevers-Carter entworfen wurde.
Man sollte das Geldmuseum ein oder zweimal besuchen, den es ist sehr spannend aber auch Zeitaufwendig.
Nach der Führung stärkten wir uns im Taunusblick und bekamen noch einen Blick auf den Europaturm in Frankfurt, auch als "Ginnsheimer Spargel", ist mit 337,5 Meter der zweithöchste Fernsehturm Deutschlands. Seit 1999 ist er für die Öffentlichkeit geschlossen und dient primär als Fernmeldeturm, was eine Wiedereröffnung als Aussichtspunkt aufgrund fehlender Finanzierung und Sicherheitsauflagen (Stand: Ende 2025) unwahrscheinlich macht.
Mein Dank geht an die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
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