Historischer Stadtrundgang Bensheim
Am 04.08.2026 besuchten wir Bensheim in Form eines Historischen Stadtrundgang. Auf dem Foto die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
Leider hatten wir viele kurzfristige Absagen, was aber unseren Historischen Stadtrundgang und den Südlichen Flair von Bensheim nicht geschadet hat.
Unser Dank geht an den Gästeführer Herr Thilo Barth, der uns viel über Bensheim zu erzählen hatte.
Geschichtliches über Bensheim:
20. April 765 Erste urkundliche Erwähnung von Bensheim im Laureshamensis, dem Urkundenbuch des Klosters Lorsch.
773 Karl der Große unterstellt die Mark Heppenheim, zu der Bensheim gehörte, verwaltungspolitisch der Reichabtei Lorsch.
5. März 956 Kaiser Otto I. verleiht Bensheim das Marktrecht.
1220 Die Reichsabtei Lorsch wird in den Reichsfürstenstand erhoben.
1232 Die Fürstabtei Lorsch fällte mit Bensheim an das Erzbistum Mainz.
1301 Große Teile Bensheims werden durch König Albrecht I. zerstört.
16. April 1320 Bestätigung der Stadtrechte durch den Mainzer Kurfürsten und Erzbischof Peter von Aspelt. Die Stadtrechtsverleihung ist vermutlich schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgt.
1342 Das Hospital wird erstmals auf einem Grabstein in der Hospitalkirche erwähnt.
1461 In der Mainzer Stiftsfehde wird Bensheim mit dem Amt Starkenburg an die Pfalzgrafschaft verpfändet.
1504 In der Bairischen Fehde wird Bensheim elf Tage lang erfolglos durch den Landgrafen Wilhelm II. von Hessen belagert.
1619 Bewilligung des Ägidimarktes am 1. September durch die Pfalzgrafen Friedrich V.
1644 Am 20. November wird Bensheim von französischen und schwedischen Truppen eingenommen. Bairische Einheiten gelangen mittels Kriegslist durch den Mühlengraben in die Altstadt und besiegen Schweden und Franzosen. Daraus entsteht viel später die Sage der „Fraa vunBensem“.
1650 Im Bergsträßer Rezess wird die Bergstraße durch das Erzbistum Mainz wieder eingelöst.
1802/1803 Mit der Säkularisierung des Kurfürstentums Mainz fällt durch den Reichsdeputationshauptschluss das Oberamt Starkenburg an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt.
1806 Durch den Beitritt zum Rheinbunde wird die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt zum Großherzogtum erhoben.
1939 Eingemeindung von Auerbach, Schönberg und Zell.
1971 Eingemeindung von Fehlheim, Gronau, Hochstädten, Langwaden, Schwanheim und Wilmshausen.
Der Marktbrunnen stammt aus dem Jahre 1895 auf dem Marktplatz. Auf der Spitze steht der Stadtpatron St. Georg.
Der Fachwerkeckbau auf der Südseite des Marktplatzes welcher 1615 mit einem zweigeschossigen Erker erbaut wurde ist heute noch sehr gut erhalten.
1682 sind an der Südseite des Marktplatzes diese einheitliche Häuser entstanden.
Katholische Pfarrkirche St. Georg. Eine dem heiligen Michael geweihte Kirche wurde schon im Mittelalter erbaut. Der Neubau der Stadtkirche (inzwischen dem heiligen St. Georg geweiht) erfolgte im 19. Jahrhundert durch den Architekten Moller.
Wie auf dem Schild zu lesen "Weinlokal Walldorfer Hof". Der Walldorfer Hof gilt als das am vollständigsten erhaltene Fachwerkhaus in Südhessen.
Impressionen...
Der Turm am Rinnentor wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Dies ist der Teil einer ehemaligen großen Wehranlage. Der Platz wurde nach der Bensheimer Partnerstadt "Mohacs benannt".
Bei diesen Temperaturen war es angenehm die Informationen von Herr Barth im sitzen aufzunehmen.
1597 wurde von Philip Horning das Gästehaus "Zum schwarzen Bär" errichtet.
Die berühmte und bekannte Brücke über die Lauter verbindet die Altstadt mit der Vorstadt. Im Jahr 1732 noch als Holzbrücke gebaut, wurde sie durch eine Überschwemmung zerstört und danach aus Stein wieder aufgebaut.
Ein wunderschöner, Informationsreicher und spannender Tag geht zu Ende. Wir können einen Historischen Stadtrundgang Bensheim nur empfehlen, aber bringt Zeit mit! Den auch im Anschluss kann man noch wunderschön durch Bensheim bummel und danach noch einkehren.
Tipp: La Rina direkt am Marktplatz, leckere Speisen und Preis-Leistung, sehr gut. Auch ein Mittagstisch wurde angeboten.
Wie immer geht mein persönlicher Dank an die Teilnehmer dieser Veranstaltung.
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