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Buongiorno Gardasee

Tag 1 - Samstag, 20.10.2018

Lange hatten wir darauf hingefiebert .... auf unsere erste Fahrt mit Alberto von Trendreisen24. Dann war es endlich soweit. 20 erwartungsvolle Mainzer und Frankfurter Feierabend-Mitglieder und ihre Bekannten, sowie zwei mitreisende Wiesbadener Gäste starteten am 20. Oktober in Richtung Süden.

Um 6 Uhr stehen die ersten 7 Mitreisenden auf dem P + R Parkplatz in Mainz und warten auf den Bus der Firma Geiss aus dem Hunsrück. Nachdem ich per Handy den Fahrer Dietmar vom Parkplatz der Fa. Möbel-Martin zum richtigen Treffpunkt am Mühldreieck gelotst habe, können wir 10 Minuten später in einen neuen, blütenweißen, Bus, der probeweise für drei Wochen gefahren wird, einsteigen. Er entpuppt sich als bequemes und sehr leises Gefährt – angenehm.

Kurze Zeit später sind wir am Mainzer Hauptbahnhof; dort warten weitere 8 Teilnehmer schon auf uns. Schnell die Koffer einladen, ein noch ziemlich verschlafenes „Hallo“, und schon geht es über die Theodor-Heuss-Brücke auf der A 66 nach Frankfurt. Dank der samstäglichen Ruhe auf der Autobahn ist unser Bus pünktlich um 7 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof; dort warten die fünf Frankfurter Mitglieder auf uns.
Kurze Zeit später kann das "Abenteuer Gardasee" beginnen.

Um 9 Uhr legen wir kurz vor Karlsruhe eine 20minütige Pause ein – Fahrerwechsel. Die Ablösung, Wolfgang, begleitet uns für die kommenden 5 Tage. Eine gute Wahl, wie wir schnell feststellen. Der junge Mann ist freundlich, unterhält uns hervorragend und ist vor allem ein sicherer, behutsamer Fahrer. Wir haben alle ein gutes Gefühl, mit ihm zu reisen.

Nina aus Frankfurt entpuppt sich als ideale Reisebegleiterin. Sie hat keine Schwierigkeiten, im schmalen Gang zwischen den Reihen geübt und versiert Kaffee und kalte Getränke zu servieren. Wolfgang ist froh, eine solch muntere und fleißige „Mitarbeiterin“ zu haben – und wir selbstverständlich auch.

Kurze Zeit später, gegen 9.30 Uhr, stehen wir ab dem Leonberger Kreuz auf vier Spuren der A8 im Stau. Ein LKW-Unfall in der Nacht bedingt eine Vollsperrung der Autobahn – die Sperrung dauert bis zum Mittag. Um 11 Uhr stehen wir noch immer – Wolfgang unterhält uns und wir unterhalten ihn. Schrittweise schieben wir uns voran. Bei der Abzweigung A8 zur A81 fahren die Autos kreuz und quer: volle Konzentration für unseren tüchtigen Busfahrer. Es hilft nichts, alle müssen von der Autobahn abfahren und quälen sich durch Stuttgart.

Endlich haben wir es geschafft. Am Stuttgarter Flughafen haben wir wieder die A8 erreicht und rollen zügig weiter nach Süden. In der Nähe von Kempten können wir gegen 14 Uhr die erste längere Pause einlegen. Wolfgang macht für uns Würstchen warm; wir stärken uns für die Weiterfahrt. Dazu ein Bierchen und einen Schnaps – es geht uns gut. Gegen 15.40 Uhr erreichen wir Füssen und nach dem Tunnel sind wir in Österreich.


Nina als Service-Kraft, mit Schleifchen im Jahr und Tuch an der Hüfte!

Alberto, der für Vorbereitungen bereits einen Tag früher nach Garda gereist ist, macht sich wegen des Staus Sorgen um uns und spendiert fernmündlich für alle Sekt oder Bier.

Wolfgang macht uns auf die highline179 aufmerksam, eine Hängeseilbrücke über die Fernpassstrasse B179 südlich von Reutte in Tirol. Sie ist über 400 m lang und mehr als 110 m hoch.

Kurz vor 17 Uhr erreichen wir den Fernpass auf einer Höhe von 1.216 m. Er ist einer der bekanntesten Alpenübergänge. Auf der Passhöhe haben wir einen schönen Blick auf Schloss Fernsteinsee und das imposante Zugspitzmassiv, das im Abendrot erstrahlt

Wenig später fahren wir auf der Inntal-Autobahn vorbei an Innsbruck; um 18 Uhr sind wir am Brenner. Hier haben wir die nächste längere Pause und Zeit für einen kurzen Stop in der Raststätte und einen Rundgang im Plessi- Museum, das sich neben der ehemaligen Zollstelle zwischen Österreich und Italien befindet. Es wurde 2013 eingeweiht. In einer Dauerausstellung sind Videos, Zeichnungen und Installationen des Künstlers Fabrizio Plessi zu sehen.

Im Dunkeln geht es weiter nach Süden. Um 21 Uhr sind wir in Garda, wo uns Alberto am Parkplatz in Empfang nimmt. Wenige Schritte sind es zum Hotel – unsere Koffer werden vom Service hingebracht, so dass wir direkt ins Restaurant gehen können. Wie gut, dass Alberto einen Tag vorher angereist war. So konnte er dafür sorgen, dass wir drei Stunden später als geplant ein leckeres Abendessen bekommen: als Vorspeise Nudeln mit Tomatensoße, leckere italienische Pizza, ein gut bestücktes Salatbuffet – als Hauptgericht Fleisch oder Fisch: Hühnchen mit Pilzen bzw. Felchen-Filet, Spinat und Beilagen. Auch das Dessertbuffet lässt kaum einen Wunsch offen: Tiramisu, Eis, Obst.

Derart gestärkt, fahren oder tragen wir die Koffer in unsere Zimmer. Das kleine Hotel Alla Torre ist gleich um die Ecke; der schmale Aufzug reicht allerdings nur bis zur 2. Etage. Wer seinen Koffer nicht tragen kann, bekommt allerdings ohne Schwierigkeiten ein Zimmer in der 1. oder 2. Etage. Wir haben Zimmer 222 – groß genug für zwei, ruhig – allerdings nur in der Nebensaison - und sauber. Im Bad gibt es eine Dusche (in die sich manche von uns allerdings hinein zwängen müssen), Waschbecken, Bidet, Toilette – mehr braucht es nicht. Die Matratzen genau richtig: wir haben lange nicht mehr so gut geschlafen.

Tag 2 – Sonntag, 21.10.2018

Um 6 Uhr klingelt der Wecker – um 6.30 Uhr gibt es Frühstück vom Buffet. Lediglich am viel frequentierten Kaffeeautomat heißt es etwas Anstehen. Wo geht’s zum Parkplatz? Mit vereinten Kräften finden wir ihn. Unser Bus wartet bereits. Wir fahren an den Iseo-See.

Der Lago d’ Iseo liegt westlich vom Gardasee und ist der viertgrößte der oberitalienischen Seen. Als wir in Iseo aussteigen, erwartet uns Luisa, eine junge, freundliche und sprachbegabte Italienerin.
Sie wird uns den ganzen Tag begleiten.


Iseo mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und kleinen Gassen liegt am Südostende des Sees und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Das Garibaldi-Denkmal erinnert an den italienischen Freiheitskämpfer im 19. Jh. Die Pfarrkirche Sant'Andrea stammt aus dem 12. Jh. Noch älter ist das Castello Oldofredi aus dem 11. Jh., das heute ein modernes Kulturzentrum beherbergt.

Um 11.50 Uhr ist die Gruppe wieder am Bahnhof – der Höhepunkt des heutigen Tages ist die Fahrt mit dem Treno dei Sapori – dem Zug der Genüsse. Die beiden Waggons in leuchtendem Orange mit dem Charme des frühen 20. Jhs. werden von einer Diesellokomotive gezogen. Die Fahrt soll – laut Prospekt – „alle fünf Sinne der Reisenden anregen. Der Zug ermöglicht den Passagieren die herrliche Landschaft zu genießen und, während der Reise, typische Speisen und vom Sommelier ausgewählte Weine zu genießen.“

Seht selbst:
Auf den Tischen steht eine Platte mit Spezialitäten der Region: Salami, Schinken, Wurst im Blätterteig, Parmesan am Stiel, Bergkäse, Brot, Oliven – dazu wird ein herrlicher Sekt aus der Region serviert.

Als zweiter Gang gibt es Gnocchi mit Gorgonzola-Soße und ein gutes Glas Wein. Beim dritten Gang, Polenta mit Pilzen und Fleisch muß ich passen – nichts geht mehr !

Während wir uns den leiblichen Genüssen hingeben, zieht die schöne Landschaft an uns vorüber, der See, die Berge, die teilweise bis ans Ufer reichen, kleine Wallfahrtskirchen, Inseln im See. Leider ist die Sicht nicht so gut. Das Wetter ist heute diesig; die Sonne schafft es nicht, sich durch die Wolken zu kämpfen.

Mehr über den besonderen Zug und ein kleines Video
kannst Du hier sehen


Ein Glück, dass wir nach 25 km in Pisogne am nord-östlichen Ufer des Iseosees wieder aussteigen und uns auf einem 1 ½ std. Rundgang durch den Ort bewegen können. Wir bummeln an der Seepromenade entlang und geraten am Marktplatz in einen besonderen Event. Alles was Räder hat, ist in Bewegung: Radfahrer, teilweise in historischen Kostümen, alte Motorräder, Oldtimer.

Weithin sichtbar ist der Bischofsturm (Torre del Vescovo) im Ortskern.

Sehenswert ist die Kirche Santa Maria della Neve mit Fresken von Girolamo Romanino. Sie wurden zwischen 1532 und 1534 geschaffen und zeigen das Leiden Jesu.

Die Kirche Santa Maria in Silvis enthält ebenfalls Fresken aus dem späten 15. Jahrhundert, darunter eine Darstellung des Totentanzes.

Um 14.30 Uhr fährt der Zug zurück nach Sulzano.

Der kleine Ort war der Ausgangspunkt für The Floating Piers, ein Kunstwerk von Christo und Jeanne-Claude. Die begehbaren Stege wurden für 16 Tage im Juni/Juli 2016 aufgebaut und verbanden Sulzano mit dem Dorf Peschiera Maraglio auf der größten Insel des Iseosees, Monte Isola und der Insel San Paolo. Das Kunstwerk war ein Publikumsmagnet; über 1 Mio. Menschen überquerten den See zu Fuß.

Wir überqueren an diesem Nachmittag den See mit dem Boot und fahren zur Insel Monte Isola in den kleinen Ort Peschiera Maraglio. Wer will, kann mit Luisa durch das Dorf bummeln und danach noch ein Eis an der schönen Promenade genießen.

Zurück nach Iseo geht es ebenfalls mit dem Boot. Dort erwartet uns wieder der Bus.

Vor dem Abendessen gibt es noch eine Überraschung: Alberto holt die am Vorabend wegen der Verspätung ausgefallene Begrüßung nach: es gibt Sekt und Pizza-Häppchen, bevor wir zum Abendessen ins Restaurant gehen. Bei einem Glas Wein bleiben wir nach dem Essen noch im Restaurant sitzen. Einige von uns genehmigen sich noch einen Absacker an der Bar.

Tag 3 – Montag, 22.10.2018

Am Vormittag fahren wir nach Mantua. Seit 2008 UNESCO-Weltkulturerbe. Daß die Stadt von vier Seen umgeben ist, dem Lago Superiore, Lago di Mezzo, Lago Inferiore und Lago Paiolo, merkt man nicht, wenn man mit dem Bus anreist. Die Seen werden vom Minicio, der bei Peschiera den Gardasee verlässt, gespeist. An seinem Ufer steigen wir aus dem Bus, und werden von unserer Reiseleiterin für Mantua abgeholt.

Mit ihr gehen wir zur nahegelegenen Altstadt in den Garten des Palazzo Ducale. Es ist ein riesiger Gebäudekomplex, der von der Herzogsfamilie Gonzaga von 1328 bis zum Ende der Dynastie 1707 bewohnt wurde. Der Palazzo umfasst nicht weniger als 500 Räume und 15 Säle, die Kostbarkeiten und Kunstschätze beherbergen.

Unweit vom Palazzo Ducale befindet sich an der Piazza Sordello der Palazzo Bonacolsi. Die Familie regierte im 13. Jh. in Mantua.

Das Stadtbild von Mantua mit seinen zahlreichen Palästen und Kunstwerken beeindruckt und doch wirkt es kühl und unnahbar auf mich. Vielleicht liegt es daran, dass sich hier keine Menge an Touristen durch die Straßen schieben. Die Stadt lässt sich in Ruhe durchwandern und anschauen.

Das ändert sich auch kaum in der Stadtmitte, wo wir zur ältesten Kirche der Stadt gelangen, die etwas unterhalb des Straßenniveaus liegt, die Rotanda di San Lorenzo. Der Rundbau der romanischen Kirche wurde im Jahr 1082 errichtet. Im Inneren sind noch Reste von Fresken byzantinischer Herkunft aus dem 11.-12. Jh. zu sehen.

An der Piazza delle Erbe – dem Marktplatz – steht die Basilika Sant’Andrea. Sie wurde 1472 auf Geheiß von Ludovico Gonzaga im Stil der Spätrenaissance und des Barock errichtet.

Die imposante Größe der Kirche erschließt sich erst, sobald man das Hauptportal betreten hat. Ein gewaltiges Tonnengewölbe umspannt das Hauptschiff. Die Wände sind mit prachtvollen Malereien und Fresken ausgestattet. Leider bleibt nicht viel Zeit. Die Kirche schließt in der Mittagszeit. Alberto gibt uns Zeit zum Mittagessen oder einem Bummel auf eigene Faust. Um 14 Uhr sollen wir wieder am Bus sein.

Wir suchen uns einen schönen Platz in der Sonne und entscheiden uns für ein leckeres und preiswertes Mittagsmenü. Danach bummeln wir zurück zum Ufer des Minicio, werfen noch einen Blick auf das Kastell San Giorgio, das zum Gebäudekomplex des Palazzo Ducale gehört und sind pünktlich an unserem Bus, der uns zu unserem zweiten Höhepunkt an diesem Tag, dem Parco Giardino Sigurtá bringt.


Der 600.000 m² große Parco Giardino Sigurtà ist benannt nach seinem Besitzer und Erneuerer Giuseppe Carlo Sigurtà (1898–1983) und soll eine der schönsten Parkanlagen Italiens sein.

Angelegt wurde der Park bereits im Jahr 1407 und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert und erneuert. Im Jahr 1859 verfolgten Napoleon III von Frankreich und Franz Joseph I. von Österreich von einem Aussichtspunkt im Park den Verlauf der Schlacht von Solferino und San Martino. 1941 erwirbt der pharmazeutische Unternehmer Sigurtà den gesamten Besitz, erneuert den Park und eröffnet ihn 1978 für Besucher.

Die Schönheit des Parks ist am besten zu Fuß zu entdecken und diejenigen, die sich auf die zweistündige Führung einlassen, bekommen viel zu sehen: große Rasenfläche, Seerosen- und Karpfenteiche, Blumenrabatte, imposante Baumriesen, das 2011 angelegte Labyrinth aus 1500 Eiben, den Ausblick auf das Minicio-Tal.

Diejenigen, die müde vom Laufen sind, entscheiden sich für den kleinen Zug, den Trenino, der in 35 Minuten den Park durchquert und die Geschichte des Gartens erklärt.

Um 18 Uhr sind wir zurück in Garda.

Bis zum Essen bleibt an diesem Abend Zeit für einen Bummel durch die Altstadt, für die wir sozusagen nur aus der Tür treten müssen und gleich mittendrin sind in den kleinen Gassen mit den Geschäften, Restaurants und Cafés. Ruhig und beschaulich geht es Ende Oktober am Gardasee zu – die beste Reisezeit, denn noch ist es tagsüber herrlich warm und sonnig. Im Sommer möchte ich hier nicht sein, wenn sich Touristen schwitzend durch die engen Gassen schieben. Wir bedauern es ein wenig, dass wir nicht in einem der zahlreichen kleinen Restaurants einkehren können, sondern hervorragend im hoteleigenen Restaurant verköstigt werden.

Über die gepflegte Seepromenade gehen wir zurück, vorbei am Hafen mit schneeweißen Booten, dem Blick auf den See und die umliegenden Berge und erleben einen zauberhaften Sonnenuntergang.


Tag 4 - Dienstag 23.10.2018

Heute sind wir neugierig auf Verona. Denise, unsere Reiseleiterin für den Tag, begleitet uns schon ab Garda. Für Denise ist Verona eine der schönsten Städte Italiens. Die Stadt am Etsch - hier beginnt die Poebene - wurde im Jahr 2000 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Verona – Mittelpunkt der oberitalienischen Achse West-Ost von Frankreich über Mailand und Venedig nach Jugoslawien und Nord-Süd von Süddeutschland nach Rom. Berühmt wegen des römischen Amphitheaters aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, berühmt wegen Romeo und Julia, der zahlreichen antiken Paläste und Bürgerhäusern aus dem 16.- 18. Jh.; berühmt für seine bedeutenden Kunstwerke .... Verona ist eine lebendige Stadt. Im Sommer erstickt sie wie Venedig, Rom, Florenz, Mailand und wie sie alle heißen, im Strom der Touristen. Wir haben Glück, dass wir im Oktober hier sind und relativ zügig in einen Shuttle-Bus steigen können, der uns vom Parkplatz in die Nähe der Piazza Brà bringt.

Die Piazza Brà (breiter Platz) ist sozusagen das Eingangstor zur Altstadt Veronas. Umsäumt von zahlreichen Palazzos und schönen Bürgerhäusern, vielen Straßencafés und Restaurants, großzügige Grünflächen und einem Springbrunnen ist es auch der ideale Ort, an dem wir uns später für die Rückfahrt wieder treffen können.

Hauptanziehungspunkt der Piazza Brà ist die imposante Arena von Verona, das Wahrzeichen der Stadt, Aufführungsort von Konzerten, Theater und berühmter Opern wie Carmen, Aida und Nabucco in den Sommermonaten. Rund 22.000 Besucher passen in das drittgrößte römische Amphitheater Italiens.


Von der Piazza Brà zweigt die Haupteinkaufsstraße, die Via Mazzini ab, die zur Piazza delle Erbe, dem Marktplatz, führt. Hier pulsiert das Leben, bieten Geschäfte elegante Mode, Schmuck und Antiquitäten an.

Auf der Piazza delle Erbe spielte sich schon immer das städtische Leben ab. Dieser Eindruck wird verstärkt durch den Wochenmarkt, der dienstags auf dem Platz stattfindet.

Wir gehen weiter zur Piazza Dante, auf der das Denkmal des bekannten italienischen Dichters und Philosophs Dante Alighieri (1265 – 1321) steht. Sein bekanntestes Werk ist die „Göttliche Komödie“.

Neben der kleinen Kirche S. Maria Antica aus dem 8. Jahrhundert befindet sich der Friedhof der Familie Scaligeri aus dem 14. Jh. Die Scaliger waren die Herren von Verona von 1260 bis 1387. Beeindruckend sind die beiden Tempel an den Ecken und das Monument mit dem Reiterstandbild. Dazwischen befinden sich steinerne Sakopharge der Scaliger-Familie.

Von hier gehen wir wenige Schritte zur Casa di Giulietta, zum Haus der Julia. Eine Inschrift erinnert an die tragische Liebesgeschichte in dem Shakespeare-Drama von Romeo und Julia. Die Familien der beiden, die Familie Montecchi des Romeo und die Familie Capuleti von Julia existierten tatsächlich; sie wurden in Dantes Göttlicher Komödie erwähnt. Zahlreiche Legenden ranken sich um die tragische Liebe der beiden jungen Menschen.

Durch das gotische Tor betreten wir einen eher unscheinbaren Innenhof, in dem sich der berühmte Balkon sowie eine Bronzestatue von Julia befinden. Es soll Glück bringen, den Busen der Statue zu berühren und eine Liebeserklärung an der dafür vorgesehenen Wand zu hinterlassen.

Nach der Begegnung mit Romeo und Julia haben wir zwei Stunden Freizeit, die wir für eine kurze Mittagspause in einem kleinen Restaurant abseits der Haupteinkaufsstraße nutzen.

Um 14.30 Uhr treffen wir uns alle gemeinsam an der Piazza Brà und fahren mit dem Shuttle zurück zum Busparkplatz.

Unser Ziel am Nachmittag ist Sirmione, das auf einer 4 km langen, schmalen Halbinsel im südlichen Gardasee liegt.

Wegen seiner schwefelhaltigen Quellen war der Ort schon zu Römerzeiten bekannt. Vor allem der Dichter Catull (87-54 v. Chr.) hielt sich gerne hier auf. Nach ihm sind die Grotten des Catull benannt, in denen man noch Überreste von Villen der Antike und Thermenanlagen fand. Wir können die Ruinen später vom Boot aus sehen.

Bis zum 13. Jh. war Sirmione unabhängig, dann kam es unter die Herrschaft der Scaliger.

Bei der Stadtführung sehen wir das imposante Castello Scaligero, eine der wenigen erhaltenen Burganlagen der Scaliger aus dem 13. Jh. Die Hafeneinfahrt mit der weit in den See gezogenen Festungsmauer ist von Zinnen bekrönt.



In heutiger Zeit ist Sirmione ein beliebter Ferienort, nicht zuletzt wegen seiner modernen Kureinrichtungen. Es besitzt das größte private Thermalzentrum Italiens. Maria Callas lebte zwischen 1950 und 1959 in Sirmione.

Wir schlendern durch die Altstadt, die durch enge Gassen und kleine Plätze geprägt ist, mit zahlreichen Boutiquen, Antiquitätengeschäften, Andenkenläden, Restaurants und Cafés.

Insbesondere die Eiscafés lassen staunen – es gibt nicht nur eine ungeheure Auswahl, sondern die Portionen, die natürlich ihren Preis haben, sind riesig. Bevor wir mit dem Schiff nach Bardolino fahren, haben wir Zeit, im Café dem bunten Treiben auf dem Platz am Hafen zuzuschauen, einen Kaffee zu trinken oder ein Eis zu schlecken.

Die kurze Schiffahrt von Sirmione nach Bardolino ist etwas Besonderes. Wir genießen den Blick auf die Küste, die Berge und den Gardasee.

Bardolino war schon in der Römerzeit ein beliebter Badeort. Heute ist der Ort besonders im Sommer auch durch die zahlreichen Freizeitparks bei Touristen beliebt. Im hügeligen Landesinneren befinden sich Weinberge und Olivenhaine mit zahlreichen Weingütern und Ölmühlen. Nichts erinnert mehr an das ehemalige Fischerdorf.

Wir spazieren durch die schmale Hauptstraße zu unserem Bus, der uns zum Weingut Zeni bringt. Dem Weingut ist ein Weinmuseum angeschlossen, das für uns Rheinhessen nichts Neues birgt.

Sehenswert ist allerdings der Barriquekeller mit seinem schönen Gewölbe und zahlreichen Barriquefässern. Dort bekommen wir noch etwas über die Weine der Familie Zeni erzählt und können ein Glas Spumante und ein Glas Valpolicella verkosten. Dazu werden kleine kulinarische Köstlichkeiten gereicht.

Leider bleibt nicht viel Zeit, denn das Weingut schließt um 19 Uhr. So ist auch kaum Gelegenheit, sich in der Verkaufsstelle umzuschauen, wo nicht nur die Weiß-, Rosé- und Rotweine des Weinguts erworben werden können, sondern auch Grappa, Olivenöl, Balsamessig.

Als wir das Weingut verlassen, versinkt die Sonne blutrot über dem See – ein faszinierender Anblick – genau passend für den letzten Tag unseres Kurzurlaubs am Gardasee.

Nach dem vorzüglichen Abendessen, es gibt u.a. Muscheln und Hähnchen im Speckmantel, Artischockenherzen und Ratatouille, heißt es Koffer packen.

Am Mittwochmorgen um 9 Uhr geht es bei strahlendem Sonnenschein zurück in die Heimat. Man möchte Italien eigentlich gar nicht verlassen und sehnt sich spätestens am Brenner zurück nach Garda. Nicht nur die Reise ist vorüber, sondern auch der lange Sommer 2018.

Ein Regenbogen, schön anzusehen, verheißt nichts Gutes. Das Blau des italienischen Himmels verändert sich an der Grenze zu Österreich in eine tiefhängende Wolkendecke, es beginnt zu regnen. Der Regen begleitet uns bis Deutschland. Erst nach dem Fernpaß, den wir gegen 15 Uhr erreichen, hört es auf zu regnen. Am Hockenheim Ring ist wieder Fahrerwechsel. Wir müssen uns schweren Herzens von Wolfgang verabschieden. Kurt übernimmt das Steuer. Um 21 Uhr sind wir in Frankfurt und glücklicherweise um 22 Uhr gesund und wohlbehalten wieder in Mainz.

Unser Dank gilt Alberto Grilletta für seine hervorragende Organisation, insbesondere die Vorbereitung der Reise und Durchführung. Wir hatten das Gefühl, dass wir nicht 3 bzw. 5 Tage, sondern wesentlich länger am Gardasee waren. Wir haben unglaublich viel in dieser kurzen Zeit gesehen, auch dank der versierten Führerinnen vor Ort.
In 1 Monat unternehmen wir die nächste Reise mit Alberto ins Erzgebirge - darauf freuen wir uns.

Unser Dank gilt vor allem auch unserem netten Busfahrer Wolfgang vom Busunternehmen Geiss, der uns auf der Hin- und Rückfahrt sicher über die Alpen und zurück brachte, dabei immer freundlich und unterhaltsam blieb und uns damit auch die Zeit, die wir im Bus verbrachten, verkürzte.

Ein dickes Lob und Danke an Nina aus Frankfurt, deren Service im Bus dazu beitrug, Wolfgang zu entlasten und ihn tatkräftig zu unterstützen. Vor allem trug sie auch zu unserer guten Laune bei.


Mein Dank geht an die gesamte Gruppe für die gemeinsam verbrachten schönen Tage, für die Harmonie und Hilfsbereitschaft untereinander. Es war eine rundum gelungene Reise.


Es gibt noch viele Bilder zu sehen:

Zum Album von Monika/Blumengruss, Nina/nina364 und Rose/Rose56 - klicke hier

Zum Album von Alberto/alfredo6969 - klicke hier

Zum Album von Dieter/fidelis45 - klicke hier


(eingestellt am: 14.11.18)

Autor: Feierabend-Mitglied

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